Willkommen
Herzlich willkommen
auf der Internetseite des Instituts für Konflikt-Kultur
.



Seit 1997 bieten wir Kommunikationstrainings und Fortbildungen zum konstruktiven Umgang mit Konflikten an und unterstützen Einzelne, Paare, Gruppen und Organisationen bei der Lösung von Konflikten.

Groß geschrieben wird eine KULTUR, in der Konflikte nicht vermieden oder gewaltsam ausgetragen, sondern als wertvolle Gelegenheit zur Entwicklung verstanden werden.

Ein Schwerpunkt unserer Arbeit liegt auf dem Kontext Schule. Die täglichen Konflikte an Schulen sind das "Unterrichtsmaterial", mit dessen Hilfe die Schüler soziale und interkulturelle Kompetenzen erwerben und ihre emotionale Intelligenz entwickeln können. Fest im Schulalltag verankert, sind die unterschiedlichen Methoden der Konfliktbearbeitung nicht nur Bausteine der Gewaltprävention, der Wertevermittlung und des sozialen Lernens, sondern auch Teil der Schulentwicklung.

Mit den besten Wünschen

Thomas Grüner
Institutsleiter
 

Fortbildungen
Wir führen
     Kommunikationstrainings,
     Seminare zum Umgang mit Konflikten und
     Fortbildungen in Mediation
für
     Bildungshäuser, Fortbildungsakademien und Hochschulen.
     Mitarbeiter/-innen aus sozialen Einrichtungen und
     Wirtschaftsunternehmen durch.
Für den Bereich Schule und Jugendhilfe und
für den Bereich Kindergarten gibt es spezielle Fortbildungsangebote.
 

Kommunikationstraining
Kommunikation ist das zentrale Element jeder Beziehung. Gute Kommunikation wird uns jedoch nicht in die Wiege gelegt. Sie muss gelernt und geübt werden. Diesem Ziel dient das Kommunikationstraining.
Fortbildungsinhalte
Ebenen des Verstehens:
Situation und Verhalten.
Gedanken.
Gefühle.
Bedürfnisse und Bedürfniskonflikte.
Zwischen Person und Verhalten trennen:
Die Ablehnungsfalle.
Die Verständnisfalle.
Kommunikationstechniken:
In die Tiefe gehen: Vertiefungsfragen stellen.
Verständnis zeigen: Kontaktaussagen machen.

Vertiefungsmodul
Konstruktive Kritik:
Das Gute anerkennen.
Ausreden lassen.
Abwertungen vermeiden.
Meinungen respektieren.
Vom Vorwurf zum Bedürfnis.
Vom Du zum Ich.
Von Eigenschaften zum Verhalten.
Vom Allgemeinen zum Eindeutigen.
 

Konflikte lösen
Viele Auseinandersetzungen enden in einer Eskalationsspirale, weil jede Konfliktpartei in ihren Gefühlen und Bedürfnissen verletzt ist und sich rächen möchte. Jeder ist in seiner Sicht der Dinge gefangen und sucht die Schuld beim anderen. Weil keiner bereit ist, als erster auf den anderen zuzugehen, können Missverständnisse nicht geklärt werden und die Fronten verhärten sich. Beide Seiten reagieren empfindlich, und beim geringsten Anlass gibt es neuen Streit.

In solchen Fällen kann es hilfreich sein, wenn eine dritte Person
- zwischen den Konfliktparteien
  vermittelt,
- für eine angenehme
  Gesprächsatmosphäre sorgt,
- den Konflikt zu verstehen hilft
  und
- die Konfliktparteien darin
  unterstützt, ihre Gefühle und
  Bedürfnisse zu kommunizieren
  und gute Lösungen für den
  Konflikt zu finden.
Fortbildungsinhalte
Muster der Konfliktlösung.
Ebenen des Verstehens:
Situation und Verhalten
Gedanken, Gefühle, Bedürfnisse und Bedürfniskonflikte
Verletzte Bedürfnisse als Quelle von Konflikten.
Kommunikationstechniken:
In die Tiefe gehen: Vertiefungsfragen stellen
Verständnis zeigen: Kontaktaussagen machen
Eigenes Konfliktverhalten reflektieren.
Rollenverständnis und innere Haltungen:
Hilfe zur Selbsthilfe.
Raum lassen.
Allparteilichkeit.
Ergebnisoffenheit.
Zwischen Person und Verhalten trennen:
Die Ablehnungsfalle
Die Verständnisfalle
Kommunikationsregeln:
Das Gute anerkennen.
Ausreden lassen.
Abwertungen vermeiden.
Meinungen respektieren.
Vom Vorwurf zum Bedürfnis.
Vom Du zum Ich.
Von Eigenschaften zum Verhalten.
Vom Allgemeinen zum Eindeutigen.
Perspektivenübernahme, Einfühlungsvermögen und Empathie fördern.
Konfrontation von Schutzbehauptungen:
Verleugnungen und Verharmlosungen.
Schuldzuweisungen.
Kontrollverlust.
Gewaltrechtfertigung.
Opferhaltung.
Gute Lösungen finden.
Praxisbegleitung und Supervision.
 

Schule und Jugendhilfe
DEMOKRATIE BILDUNG PRÄVENTION
Konflikt-KULTUR ist ein umfassendes, praxiserprobtes und wissenschaftlich evaluiertes Fortbildungs- und Präventionsprogramm für Schulen und Jugendhilfeeinrichtungen, das auf die Einführung und Durchsetzung einheitlicher Regeln, die Vermittlung von Werten und die Förderung des sozialen Miteinanders gerichtet ist. Als Mehr-Ebenen-Programm bezieht es einzelne Kinder und Jugendliche, die Klassen-/Gruppenebene sowie die Schul-/Einrichtungsebene ein. Die einzelnen Methoden des Programms fördern die Frustrationstoleranz und die Fähigkeit zum Bedürfnisaufschub und damit die Selbstkontrolle. Ebenso werden Stressbewältigungsstrategien, die Eigenverantwortung sowie die Kommunikations-, Konflikt- und Problemlösefähigkeit der Schüler gefördert. Konflikt-KULTUR erfüllt damit die Voraussetzungen, die unterschiedliche Experten (vgl. Düsseldorfer Gutachten, Dan Olweus etc.) für erfolgreiche Präventionsmaßnahmen formulieren.
Ziel ist, mit möglichst wenig Kraftaufwand ein angenehmes Unterrichts- und Klassenklima zu erreichen und soziale Kompetenzen zu vermitteln. Dies gelingt, wenn konstruktiv und professionell mit den alltäglichen Konflikten zwischen den Beteiligten gearbeitet wird. Fest im Schulalltag verankert, sind diese Methoden nicht nur Bausteine der Wertevermittlung und des sozialen Lernens, sondern auch Teil der Schulentwicklung.
Ein Schwerpunkt von Konflikt-KULTUR liegt auf der Praxisbegleitung der Schulen, die die einzelnen Bausteine des Programms umsetzen. So können die kurz- und langfristigen Effekte der Methoden genau beobachtet und ihre positive Wirkung auf die soziale Entwicklung der Kinder und Jugendlichen sichergestellt werden.
Konflikt-KULTUR besteht seit 1997. Es basiert auf Erkenntnissen aus der Gehirn- und Therapieforschung, der Lern- und Motivationspsychologie sowie auf wissenschaftlich evaluierten Präventions- und Erziehungsprogrammen. Eine weitere Grundlage ist das Modell der bedürfnisorientierten Erziehung (Grüner, 2010). Konflikt-KULTUR wird durch Rückkopplungsprozesse aus den Schulen und Einrichtungen ständig weiter entwickelt. Neue Erkenntnisse werden laufend integriert, um im Sinne einer Qualitätssicherung eine kontinuierliche Optimierung zu erreichen.
Ziele
Die Methoden des Fortbildungsprogramms Konflikt-KULTUR haben zum Ziel:
1.
die professionelle Zusammenarbeit von Lehrern und anderen Fachkräften sowie ihre Leitungs- und Erziehungskompetenz zu fördern, um damit die Arbeitszufriedenheit zu erhöhen, Burn-out zu verhindern und die Unterrichts- und Arbeitsqualität zu verbessern,
2.
die einzelnen Einrichtungen in ihrem Organisationsentwicklungsprozess zu begleiten und sie bei der Etablierung und Qualitätssicherung eines eigenständigen pädagogischen und erzieherischen Profils zu unterstützen,
3.
soziales Lernen zu ermöglichen, emotionale Kompetenzen zu entwickeln und Konflikte konstruktiv zu lösen,
4.
Kindern und Jugendlichen – wertschätzend und konsequent – Werte, Normen, Arbeitshaltungen und soziale Spielregeln zu vermitteln,
5.
durch den Aufbau tragfähiger persönlicher Beziehungen zwischen Lehrern und Schülern, die Lernmotivation zu steigern,
6.
die Integration der einzelnen Kinder und Jugendlichen in das soziale System einer Gruppe oder Klasse zu fördern, um damit das Gemeinschaftsgefühl und den Zusammenhalt zu stärken,
7.
Eigeninitiative, Engagement und Partizipation der Kinder und Jugendlichen zu ermöglichen, um eine positive Identifikation mit der Einrichtung zu erreichen,
8.
die Resilienz bzw. psychische Widerstandsfähigkeit der Kinder und Jugendlichen zu stärken, um damit Gewalt, Fremdenfeindlichkeit, Abhängigkeiten und andere Verhaltensauffälligkeiten zu verhindern oder zu reduzieren.
Zielgruppen
1.
Fachkräfte aus den Bereichen Pädagogik, Psychologie, Erziehung und Bildung (Lehrer, Sozialarbeiter, Ausbilder, Erzieher usw.),
2.
Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene,
3.
Eltern.
Fortbildungsorte
1.
Schulen und Kinder- und Jugendhilfeeinrichtungen, wie Jugendhäuser, Horte und Kindergärten,
2.
Berufsbildungszentren, Ausbildungsstätten, Betriebe und Vereine,
3.
Bildungshäuser, Fortbildungsakademien und Hochschulen.

Fortbildungsbausteine

Konflikt-KULTUR gibt Antworten auf vier zentrale Fragen:
1.
Wie können gemeinsam Werte und Regeln vermittelt und beispielsweise das Recht auf einen störungsfreien Unterricht verwirklicht werden?
2.
Wie erlernen Heranwachsende soziale Spielregeln und einen respektvollen Umgang?
3.
Wie können Kinder und Jugendliche Konflikte gewaltfrei lösen?
4.
Wie erfahren „Opfer“ Wiedergutmachung und „Täter“ eine konstruktive Konfrontation?

Jede Einrichtung stellt aus den folgenden Bausteinen ein „Fortbildungspaket“ zusammen, das ihren Fragen entspricht. Da die einzelnen Fortbildungen auf unterschiedliche Arten von Konflikten antworten und sich gegenseitig ergänzen, werden durch das Zusammenfügen mehrerer Bausteine besondere Synergieeffekte erzeugt. Häufig werden die Bausteine 1 und 2a, sowie die Bausteine 3 und 4 miteinander kombiniert.

Zwei oder mehr Schulen können nach Absprache eine gemeinsame Veranstaltung buchen.

Berufsgruppenspezifische Fortbildungen z.B. für Schulsozialarbeiter/-innen sind ebenfalls möglich.

Die Fortbildungen können auch an Wochenend- oder Ferientagen stattfinden.
 

Pädagogische Tage
Pädagogische Tage
Am erfolgreichsten sind pädagogische Tage, wenn sie in eine Fortbildung integriert werden.
Beispielsweise kann der erste Tag der dreitägigen Fortbildung GUT ARBEITEN als pädagogischer Tag gestaltet werden, mit dem Ziel ein ganzes Kollegium mit den Grundzügen dieser Arbeit vertraut zu machen. Der Vortrag „An einem Strang ziehen – Schülern Werte und Regeln vermitteln“ ist Bestandteil dieses Tages.
Am ersten Tag der Fortbildung SYSTEMISCHE MOBBINGINTERVENTION werden im Rahmen eines pädagogischen Tages die Definitionsmerkmale und der phasendynamische Verlauf von Mobbingprozessen thematisiert.
Am ersten Tag der Fortbildung MEDIATION werden Muster der Konfliktlösung, Grundlagen der Mediation und seelische Grundbedürfnisse, die im Hintergrund jeden Konflikts stehen, behandelt.
Am ersten Tag der Fortbildung TAT-AUSGLEICH werden Muster der Konfliktlösung, Grundlagen des Tat-Ausgleichs und seelische Grundbedürfnisse, die im Hintergrund jeden Konflikts stehen, behandelt.
Alleinstehende Pädagogische Tage können nur bei einer maximalen Anfahrtszeit von einer Stunde angeboten werden, oder wenn vor Ort noch andere Fortbildungen stattfinden. Folgenden Themen sind möglich:
Rechtfertigungsstrategien konfrontieren
Kinder und Jugendliche verfügen in vielen Fällen bereits über ausgeklügelte Schutzbehauptungen und Ausreden, um sich nicht verantwortlich für unsoziales Verhalten fühlen zu müssen: „Ich hab doch nur Spaß gemacht!“ ist ein Beispiel dafür. Es werden unterschiedliche Arten von Rechtfertigungen vorgestellt und ihre professionelle Konfrontation geübt. Literatur: Grüner, T. (2008). Der Täter-Opfer-Ausgleich. In A. Schröder, H. Rademacher & A. Merkle (Hrsg.), Handbuch Konflikt- und Gewaltpädagogik. Verfahren für Schule und Jugendhilfe (S. 121-133). Schwalbach: Wochenschau.
Kinder- und Jugendliche motivieren
Dieser Tag beantwortet die Frage, wie Kinder- und Jugendliche zu sozialem und regelkonformem Verhalten motiviert werden können. Es werden die neurobiologischen Grundlagen der Motivation und ein hochwirksames und praxiserprobtes Motivationssystem vorgestellt. Literatur: Grüner, Th. & Hilt, F. (9. aktualisierte Auflage 2009). „Bei STOPP ist Schluss!“ Werte und Regeln vermitteln. Lichtenau: AOL-Verlag.
Grundbedürfnisse verstehen
Wer wirksam erziehen, Konflikte lösen und das Verhalten von Kindern und Jugendlichen verstehen möchte, braucht ein Modell menschlichen Handelns. Jedes menschliche Verhalten wird von den Bedürfnissen nach Sicherheit, Beziehung, Autonomie, Stimulation und Anerkennung bestimmt. Diese Grundbedürfnisse werden erarbeitet und ihre Relevanz für den Arbeitsalltag dargestellt. Literatur: Grüner, Th. (Neuausgabe 2010). Die kleine Elternschule. Was Kinder stark und glücklich macht. Freiburg: Herder-Verlag.
Mobbing verstehen
An diesem Tag werden die Definitionsmerkmale und der phasendynamische Verlauf von Mobbingprozessen thematisiert. Literatur: Grüner, T. & Hilt, F. (2011). Systemische Mobbingprävention und Mobbingintervention. In A. Huber (Hrsg.), Anti-Mobbing-Strategien für die Schule. Praxisratgeber zur erfolgreichen und nachhaltigen Intervention (S. 89-106). Köln: Wolters Kluwer.
 

Fortbildungsbaustein 1
Fortbildung GUT ARBEITEN
Die Fortbildung ist Teil des Programms Konflikt-KULTUR. Ziel ist die gemeinsame Klassenführung mithilfe eines konsequenten und wertschätzenden Erziehungsstils. Es geht darum, Kindern und Jugendlichen Werte und Arbeitshaltungen zu vermitteln sowie eine konstruktive Arbeitsatmosphäre und die Grundbedingungen für effektives Lernen zu schaffen. Die erworbenen Fähigkeiten in Bezug auf Bedürfnisaufschub und Frustrationstoleranz stärken die Selbstkontrolle der Kinder und Jugendlichen und wirken vorbeugend gegen Gewalt, Sucht und andere Auffälligkeiten.
Allgemeine Fortbildungsinhalte:
-
Prinzipien einer guten Klassenführung.
-
Wirksamkeitskriterien von Verhaltensregeln.
-
Ökonomische Dokumentation des Regelverhaltens.
-
Schüler über Anerkennungssysteme zur Regeleinhaltung motivieren.
-
Adäquate Reaktionen auf Regelverstöße und hilfreiche Konsequenzen.
-
Gezielte Verhaltensförderung.
-
Merkmale eines nichtbestrafenden Erziehungsstils.
-
Sicherung des langfristigen Arbeitserfolgs.

Diese Fortbildung wird in drei Varianten angeboten (auch Wochenendtage möglich):
Variante 1: Unterrichtsvoraussetzungen
Dauer: 2 Tage
Es werden maximal 3 Regeln zu den Unterrichtsvoraussetzungen Pünktlichkeit, Hausaufgaben, Arbeitsmaterial, Arbeitsverhalten und gutes Benehmen entwickelt.
Variante 2: Selbstkontrolle
Dauer: 2 Tage
Es werden Ruheregeln zur Förderung der Selbstkontrolle und zum Umgang mit verbalen und nonverbalen Störungen innerhalb dieser Regeln vorgestellt und trainiert.
Variante 3: Unterrichtsvoraussetzungen und Selbstkontrolle
Dauer: 3 Tage
Es können weitere Tage gebucht werden, die der Praxisbegleitung dienen. Ziel dieser Begleitung ist es, die entsprechenden Methoden nachhaltig im Unterrichtsalltag zu etablieren, auftauchende Schwierigkeiten zu lösen und die Methodensicherheit zu vertiefen.
Je mehr Lehrer/-innen mit dem Ziel eines störungsfreien Unterrichts zusammenarbeiten d.h. dieselben Regeln anwenden und einheitlich auf die Regeleinhaltung und auf Regelverletzungen reagieren, desto leichter und erfolgreicher wird die Arbeit sein. Deshalb können nur Teams an der Fortbildung teilnehmen, die die Erfolgsbedingungen auf S. 3 erfüllen.
Maximale Teilnehmerzahl: 30
Konflikt-KULTUR wurde bisher in Deutschland und in der Schweiz an 225 Einrichtungen nachhaltig implementiert. Im einzelnen sind dies 5 Jugendhäuser/-bildungsstätten, 5 Schülerhorte/Heime, 55 Grundschulen, 49 Hauptschulen (teilweise mit Werkrealschule), 27 Realschulen, 13 Erweiterte Realschulen, 10 (Integrierte) Gesamtschulen, 18 Gymnasien, eine Waldorfschule, 20 Berufsbildende Schulen sowie 22 Förderschulen.
Leitung:
Thomas Grüner, Dipl.-Psych., Ausbilder für Mediation und Tat-Ausgleich.
Mehrjährige Tätigkeit im Kinder- und Jugendschutz. Gründer und Leiter des Instituts für Konflikt-Kultur in Freiburg. Seit 1997 in der Organisations- und Schulentwicklung tätig.
Literatur:
Grüner, Th. & Hilt, F. (2004). „Bei STOPP ist Schluss!“ Werte und Regeln vermitteln. Lichtenau: AOL.
Acht Schritte zu gemeinsamen Regeln
1.
Den Wald lichten!
Verhaltenserwartungen klären
Welches Schülerverhalten soll gemeinsam geregelt werden? Sammeln und maximal 5 Verhaltensbereiche auswählen, die eindeutig formulierbar und überprüfbar sind.
2.
„Das erwarte ich von dir!“
Verhaltensregeln formulieren
Zu den ausgewählten Verhaltensbereichen Regeln unter Beachtung der fünf Wirksamkeitskriterien formulieren: eindeutig und überprüfbar, Ich-Form, verbindlich, sachlich, positiv formuliert.
Für jede Regel vereinbaren, wie sie gehandhabt werden soll.
3.
Die Niederungen des Alltags
Das Regelverhalten dokumentieren
Dokumentationssystem vereinbaren, in das alle Teammitglieder Regelverstöße eintragen.
4.
„Gut gemacht!“
Positives Verhalten anerkennen
Anerkennungssystem vereinbaren, das Vorfreude ermöglicht.
5.
„Das lass ich nicht durchgehen!“
Jeder Regelverstoß hat Konsequenzen
Konsequenzen vereinbaren. Im Vordergrund sollte die Hilfe und Unterstützung stehen und nicht die Bestrafung.
6.
Der Tag X
Verhaltensregeln einführen
Festlegen, wann und wie die Regeln eingeführt werden sollen.
7.
Konsequent und wertschätzend
Regeln ohne Bestrafung durchsetzen
Auf die Trennung von Person und Verhalten achten.
8.
Bedingungen der Nachhaltigkeit
Die Arbeit im Team
Reflektionszeiten einplanen.
Erfolgsbedingungen zum Fortbildungsbaustein GUT ARBEITEN
Wer an der Fortbildung interessiert ist, sollte sich im Vorfeld über den Ansatz informieren und dazu den ersten Teil (Regeln des Zusammen-Arbeitens) aus dem Buch „Bei STOPP ist Schluss!“ (S. 1 - 81) lesen. Es geht nicht darum das Buch zu verkaufen, sondern darum, dass die Teilnehmer/-innen nicht die „Katze im Sack“ kaufen. Die Fortbildung macht nur für die Sinn, die diesem Ansatz innerlich zustimmen.
Die Teilnehmer/-innen sollten an Teamarbeit interessiert sein und die Bereitschaft mitbringen, auf dem Weg vom ICH zum WIR, einen Teil der pädagogischen Freiheit zu „opfern“ d. h. Kompromisse zu schließen und „an einem Strang zu ziehen“.
Die Teilnehmer/-innen sollten bereit sein Neues auszuprobieren, auch wenn zu Beginn die Skepsis überwiegt. Niemand wird auf Dauer festgelegt. Aber um die Ergebnisse und Wirksamkeit der vorgestellten Methoden abschätzen zu können, sollte über einen Zeitraum von ca. 6 Monaten konsequent damit gearbeitet werden.
Um die zusätzlichen Vorteile der gemeinsamen Klassenführung erleben zu können, sollte die Fortbildungsgruppe mindestens zwei Drittel der Unterrichtszeit abdecken. Die Gruppe kann sich zusammensetzen aus:
Klassenteams einzelner Klassen
Stufenteams/Fachbereichen, die ganze Klassenstufen/Fachbereiche abdecken
dem ganzen Kollegium
Damit die Fortbildung „Früchte“ tragen kann, ist die volle Unterstützung durch die Schulleitung notwendig. Die Arbeit sollte eine hohe Priorität auf der Schulentwicklungsskala haben. Die Teilnahme der Schulleitung an der Fortbildung wird empfohlen.
Um die Eltern, im Sinne einer Erziehungsgemeinschaft, früh einzubinden und um ihre Unterstützung zu gewinnen, sollten Elternvertreter an der Fortbildung teilnehmen.
Beschreibung des Fortbildungsbausteins GUT ARBEITEN
PDF laden: konfliktkultur-gut-arbeiten.pdf
 

Fortbildungsbaustein 2a
Fortbildung ZUSAMMEN LEBEN
Die Fortbildung ist Teil des Programms Konflikt-KULTUR und richtet sich an alle, die lernen möchten, wie die alltäglichen Konflikte zwischen Kindern und Jugendlichen in Schulklassen oder festen Gruppen genutzt werden können, um soziales und interkulturelles Lernen anzuregen und emotionale Kompetenzen zu stärken.
Die Fortbildungsteilnehmer/-innen erfahren, wie sie mit Konflikten zwischen den Geschlechtern, mit interkulturellen Konflikten, mit Gruppenkonflikten und mit Außenseitern arbeiten können und wie sie Kinder und Jugendliche dazu anleiten können
ehrlich zu sein,
Zivilcourage zu zeigen,
die eigene Meinung offen zu äußern und die Meinungen anderer zu respektieren,
soziale Spielregeln für das Zusammenleben zu entwickeln und sich gegenseitig bei der Einhaltung dieser Regeln zu unterstützen,
unsoziales Verhalten von Mitschülern oder Gruppenteilnehmern konstruktiv zu kritisieren und prosoziales Verhalten anzuerkennen,
problematische Verhaltensweisen unter Mithilfe der Klasse oder Gruppe in kleinen, realistischen und überprüfbaren Schritten abzubauen,
Das Sozialtraining hat positive Auswirkungen auf das soziale Klima. Der respektvolle Umgang miteinander, die gegenseitige Wertschätzung und der Zusammenhalt werden gestärkt. Die positiven Beziehungserfahrungen wirken sich auch auf die Lernmotivation aus und führen zu einem verbesserten Arbeits- und Lernklima.
An den beiden Fortbildungstagen findet vormittags eine Methodendemonstration statt. Die Entwicklung der Regeln des Zusammen-Lebens wird mit einer Gruppe oder Schulklasse aus dem Teilnehmerkreis demonstriert. Nachmittags werden die Methoden des Vormittags reflektiert. Ziel ist es, die Fortbildungsteilnehmer in die Lage zu versetzen, diese Methoden in den eigenen Klassen oder Gruppen anzuwenden und sie in den Alltag zu integrieren.
Es können weitere Tage gebucht werden, die der Praxisbegleitung dienen. Ziel dieser Begleitung ist es, die entsprechenden Methoden nachhaltig im Unterrichtsalltag zu etablieren, auftauchende Schwierigkeiten zu lösen und die Methodensicherheit zu vertiefen.
Die Fortbildungsteilnehmer/-innen (in der Regel nur Klassenlehrer/-innen) sollten die Bereitschaft mitbringen die gezeigten Methoden in ihren eigenen Klassen oder Gruppen umzusetzen. Maximale Teilnehmerzahl: 20
Dauer:
2 Tage + eventuell Praxisbegleitung
Leitung:
Thomas Grüner, Dipl. Psych., Ausbilder für Mediation und Tat-Ausgleich.
Mehrjährige Tätigkeit im Kinder- und Jugendschutz. Gründer und Leiter des Instituts für Konflikt-Kultur in Freiburg. Seit 1997 in der Organisations- und Schulentwicklung tätig.
Literatur:
Grüner, Th. & Hilt, F. (2004). „Bei STOPP ist Schluss!“ Werte und Regeln vermitteln. Lichtenau: AOL.
Fortbildungsinhalte ZUSAMMEN LEBEN
1.
Respekt lernen
Über ein gutes Klassen- und Sozialklima das Lernklima fördern
2.
Sich kümmern
Durch Beziehungsangebote die Lehrer-Schüler-Bindung und damit die Lernmotivation fördern
3.
Fürs Leben lernen heißt Soziales Lernen
Soziale Kompetenzen fördern
4.
Gemeinsam sind wir stark
Die Klassengemeinschaft fördern
5.
„Alle die schon mal...!“
Kontakt aufbauen
6.
„In meiner Klasse nervt mich...!“
Verletzungen in soziale Spielregeln verwandeln
7.
Über Kommunikationsregeln die Kommunikationskultur verbessern
Drängler zurücksetzen.
Abwertungen konfrontieren.
Meinungen stehen lassen.
Verhaltenskritik üben.
Klartext reden.
Vom Vorwurf zum Erleben.
Ehrlichkeit fördern.

8.
Ausreden ablehnen
Verleugnungen und Verharmlosungen.
Schuldzuweisungen.
Kontrollverlust.
Gewaltrechtfertigung.
Opferhaltung.

9.
Zwischen Person und Verhalten trennen
Die Ablehnungsfalle
Die Verständnisfalle
Die Einsichtsfalle

10.
Gruppendynamik steuern
Außenseiter
Mobbing
Cliquen
Geschlechterkampf

11.
Regeleinhaltung und individuelles Sozialverhalten
Der Lob-Brief
Der Wunsch-Brief

12.
Persönlich werden
Gefühle und Bedürfnisse miteinander teilen
13.
Spielerisch leicht
Konzentration üben
ZUSAMMEN LEBEN: Methoden-Demonstration
Ort:
Großer, ruhiger Raum möglichst extern (z. B. Jugendhaus) oder ein Raum in der Schule, in welchem die Pausen frei gewählt werden können, d.h. während der üblichen Schulpausen eine ungestörte Weiterarbeit möglich ist. An beiden Vormittagen wird ca. 4 Zeitstunden mit derselben Klasse gearbeitet. Nachmittags wird der Vormittag mit den Fortbildungsteilnehmer/-innen reflektiert.
Technik:
1.
Stuhlkreis für die Schüler/-innen.
2.
Flipchart mit Stiften, der im Stuhlkreis steht, d. h. Teil des Stuhlkreises ist.
3.
Die Fortbildungsteilnehmer/-innen sitzen außerhalb des Stuhlkreises, dem Flipchart gegenüber.
4.
Auszeitplätze einrichten: An getrennten Stellen sollten zwei weitere Stühle stehen. Diese können sich auch zwischen den Fortbildungsteilnehmer/-innen befinden.
5.
180 Karteikarten oder festere Blätter (DIN A 6) in den Farben Weiß, Grün, Rot zu je 60 Stück.
6.
Die Arbeit mit den Schülern kann auf Video aufgenommen werden.
7.
Vor der Veranstaltung sollte jeder Schüler einen Namensaufkleber bekommen/schreiben und sich diesen auf die Brust kleben. Groß und deutlich schreiben. Bewährt haben sich Eti-kettenaufkleber (98x51mm) oder ein ebenso breites Tesa-Krepp-Band.
8.
Die Schüler benötigen einen Stift und eine feste Schreibunterlage.
9.
Die üblichen Pausenzeiten können nicht immer eingehalten werden. Es entfällt daher die Möglichkeit, Essen und Getränke in der Pause einzukaufen. Die Schüler sollen daher ihre eigene Verpflegung mitbringen (oder die Schule organisiert Getränke und Brezeln etc.).
10.
Die Schüler sollten möglichst erst zur verabredeten Zeit in den Raum kommen, damit sie an der Türe mit Handschlag begrüßt werden können.
Grundinformation an die Kinder und Jugendlichen:
Ein Experte für soziales Lernen (keine Berufsbezeichnung nennen!) wird mit Euch ein Training durchführen. Ziel ist eine gute Klassengemeinschaft. Ihr werdet spannende Methoden kennen ler-nen, die aber auch Disziplin erfordern. Der Trainer erwartet eure aktive Mitarbeit. Ihr werdet auch Mutproben bestehen.
Grundvoraussetzungen:
Die Klasse und die Eltern stimmen der Maßnahme zu. Die Klasse ist arbeitsfähig und hat ein grundsätzliches Interesse das soziale Miteinander zu verbessern, d. h. es gibt Konflikte.
Vor-/Nachbereitung:
Im Vorfeld der Fortbildung möglichst wenig am Thema Konflikte, Mobbing und Klassenregeln arbeiten. Die Klassenlehrer/-innen sollten an beiden Vor- und Nachmittagen durchgehend anwesend sein und in den kommenden Wochen und Monaten, mit den gezeigten Methoden weiterarbeiten.
Teilnehmer/-innen:
Die max. 20 Teilnehmer/-innen (in der Regel nur die Klassenleitung) sollten die Bereitschaft mit-bringen, die gezeigten Methoden in ihren eigenen Klassen oder Gruppen umzusetzen.
Vor Beginn der Fortbildung sollten alle, die sich überlegen daran teilzunehmen, den zweiten Teil (Regeln des Zusammen-Lebens) aus dem Buch „Bei STOPP ist Schluss!“ lesen. Die Fortbildung macht nur für Teilnehmer/-innen Sinn, die diesem Ansatz innerlich zustimmen.
Ziel:
Entwicklung sozialer und emotionaler Kompetenzen auf der Basis der alltäglichen Konflikte zwi-schen Kindern und Jugendlichen / Methodentraining für Lehrer/-innen.
Beschreibung des Fortbildungsbausteins ZUSAMMEN LEBEN
PDF laden: konfliktkultur-zusammen-leben.pdf
 

Fortbildungsbaustein 2b
Das System der Schikane
Strategien gegen Mobbing
Mobbing, das systematisch wiederholte Schikanieren von Einzelnen, tritt vor allem in Zwangsgemeinschaften auf, aus denen Kinder und Jugendliche nicht so einfach „fliehen“ können, z.B. in Ausbildungseinrichtungen, Heimen, Horten und der Schule. Das Phänomen ist nicht neu. Neu sind Erkenntnisse zu Ausmaß, Folgen und unzureichenden Interventionen.
Nach aktuellen Untersuchungen leiden in jeder Schulklasse etwa ein bis zwei Personen unter den fortwährenden Attacken ihrer Mitschüler. Die Folgen für die Betreffenden sind gravierend. Gewaltphantasien, Rückzug, Depression, Suizidgedanken und psychosomatische Reaktionen zeigen die große Belastung der „Opfer“, die noch dadurch verstärkt weren kann, dass gut gemeinte, aber unprofessionelle Interventionen, zu einer Verschlimmerung führen.
Methoden, die sich bei Konflikten zwischen Einzelnen bewährt haben, bewirken in Mobbingfällen häufig eine Eskalation. Da Mobbing als gruppendynamisches Problem aufzufassen ist, das nicht nur Täter und Opfer, sondern alle Schüler einer Schulklasse betrifft, muss die Intervention auf Klassenebene ansetzen und die gesamte Gruppe einbeziehen. Mobbing ist ein Gruppenphänomen und kann nur durch eine systemische Intervention gelöst werden.
Die Fortbildung vermittelt den aktuellen Wissensstand zum Thema Mobbing sowie effiziente Handlungsstrategien zur Prävention und Intervention. Sie besteht aus 2 Teilen à 2 Tagen, die auch einzeln gebucht werden können. Zusätzlich können Tage zur Praxisbegleitung gebucht werden. Ziel dieser Begleitung ist es, gemachte Erfahrungen zu reflektieren, aufgetauchte Probleme zu lösen, die Methodensicherheit zu vertiefen und die eigenen Handlungsmöglichkeiten zu erweitern.
Teil 1:
Systemische Mobbingintervention
An diesen beiden Fortbildungstagen wird die Dynamik von Mobbing verstehbar gemacht und es werden Interventionsmöglichkeiten erarbeitet.
Teil 2:
Mobbingprävention – ZUSAMMEN LEBEN
An diesen beiden Fortbildungstagen findet vormittags, in einer Gruppe oder Schulklasse aus dem Teilnehmerkreis, eine Methodendemonstration statt. Hier werden, neben einer evtl. notwendigen Mobbingintervention, vor allem präventive Ansätze gezeigt. Nachmittags werden die Methoden des Vormittags reflektiert. Ziel ist es, die Fortbildungsteilnehmer in die Lage zu versetzen, die gezeigten Methoden im eigenen Arbeitskontext anzuwenden und sie in den Alltag zu integrieren. Dieser Teil entspricht dem Fortbildungsbaustein ZUSAMMEN LEBEN.
Leitung:
Thomas Grüner, Dipl. Psych., Ausbilder für Mediation und Tat-Ausgleich.
Mehrjährige Tätigkeit im Kinder- und Jugendschutz. Gründer und Leiter des Instituts für Konflikt-Kultur in Freiburg. Seit 1997 in der Organisations- und Schulentwicklung tätig.
Literatur:
Grüner, Th. & Hilt, F. (2004). „Bei STOPP ist Schluss!“ Werte und Regeln vermitteln. Lichtenau: AOL.
Grüner, Th. & Hilt, F. (Ende Feb. 2011). Systemische Mobbingprävention und Mobbingintervention. In Huber, Dr. Anne (Hrsg.), Anti-Mobbing-Strategien für die Schule. Praxisratgeber zur erfolgreichen und nachhaltigen Intervention. Köln: Wolters Kluwer.
Fortbildungsinhalte
Teil 1: SYSTEMISCHE MOBBINGINTERVENTION
1.
Definition von Mobbing
2.
Phasen und Dynamik des Mobbing
Testphase
Konsolidierungsphase
Manifestationsphase

3.
Rollenverständnis und innere Haltungen:
Verantwortungspädagogik
Generationengrenze
Werteklarheit

4.
Leitungskompetenz
Transparenz
Allparteilichkeit
Emotionen zulassen
Eigenverantwortung stärken
Auf Schuldzuweisungen und Einsichtsforderungen verzichten
Trennung von Person und Verhalten

5.
Diagnose- und Interventionstechniken
Perspektivenübernahme und Einfühlungsvermögen fördern
Mit den Aufhängern für die Aggression arbeiten
Schutzbehauptungen konfrontieren
Verleugnungen und Verharmlosungen
Schuldzuweisungen
Gewaltrechtfertigung
Helfersysteme
Verhaltensverträge
Verhaltenskontrolle

Teil 2: Mobbingprävention – ZUSAMMEN LEBEN
6.
Kommunikationsregeln in Gruppen
Drängler zurücksetzen
Abwertungen konfrontieren
Meinungen stehen lassen
Verhalten kritisieren
Vom Vorwurf zum Erleben

7.
Gruppendynamik steuern
Außenseiter
Cliquen
Geschlechterkampf

8.
Der Klassenrat
Konflikte sichtbar machen
Soziale Spielregeln entwickeln
Soziale Verantwortung stärken
Interkulturelles Lernen

9.
Gemeinschaftsgefühl fördern
Gefühle und Bedürfnisse miteinander teilen
Mobbingprävention - ZUSAMMEN LEBEN: Methoden-Demonstration
Ort:
Großer, ruhiger Raum möglichst extern (z. B. Jugendhaus) oder ein Raum in der Schule, in welchem die Pausen frei gewählt werden können, d.h. während der üblichen Schulpausen eine ungestörte Weiterarbeit möglich ist. An beiden Vormittagen wird ca. 4 Zeitstunden mit derselben Klasse gearbeitet. Nachmittags wird der Vormittag mit den Fortbildungsteilnehmer/-innen reflektiert.
Technik:
1.
Stuhlkreis für die Schüler/-innen.
2.
Flipchart mit Stiften, der im Stuhlkreis steht, d. h. Teil des Stuhlkreises ist.
3.
Die Fortbildungsteilnehmer/-innen sitzen außerhalb des Stuhlkreises, dem Flipchart gegenüber.
4.
Auszeitplätze einrichten: An getrennten Stellen sollten zwei weitere Stühle stehen. Diese können sich auch zwischen den Fortbildungsteilnehmer/-innen befinden.
5.
180 Karteikarten oder festere Blätter (DIN A 6) in den Farben Weiß, Grün, Rot zu je 60 Stück.
6.
Die Arbeit mit den Schülern kann auf Video aufgenommen werden.
7.
Vor der Veranstaltung sollte jeder Schüler einen Namensaufkleber bekommen/schreiben und sich diesen auf die Brust kleben. Groß und deutlich schreiben. Bewährt haben sich Eti-kettenaufkleber (98x51mm) oder ein ebenso breites Tesa-Krepp-Band.
8.
Die Schüler benötigen einen Stift und eine feste Schreibunterlage.
9.
Die üblichen Pausenzeiten können nicht immer eingehalten werden. Es entfällt daher die Möglichkeit, Essen und Getränke in der Pause einzukaufen. Die Schüler sollen daher ihre eigene Verpflegung mitbringen (oder die Schule organisiert Getränke und Brezeln etc.).
10.
Die Schüler sollten möglichst erst zur verabredeten Zeit in den Raum kommen, damit sie an der Türe mit Handschlag begrüßt werden können.
Grundinformation an die Kinder und Jugendlichen:
Ein Experte für soziales Lernen (keine Berufsbezeichnung nennen!) wird mit Euch ein Training durchführen. Ziel ist eine gute Klassengemeinschaft. Ihr werdet spannende Methoden kennen ler-nen, die aber auch Disziplin erfordern. Der Trainer erwartet eure aktive Mitarbeit. Ihr werdet auch Mutproben bestehen.
Grundvoraussetzungen:
Die Klasse und die Eltern stimmen der Maßnahme zu. Die Klasse ist arbeitsfähig und hat ein grundsätzliches Interesse das soziale Miteinander zu verbessern, d. h. es gibt Konflikte.
Vor-/Nachbereitung:
Im Vorfeld der Fortbildung möglichst wenig am Thema Konflikte, Mobbing und Klassenregeln arbeiten. Die Klassenlehrer/-innen sollten an beiden Vor- und Nachmittagen durchgehend anwesend sein und in den kommenden Wochen und Monaten, mit den gezeigten Methoden weiterarbeiten.
Teilnehmer/-innen:
Die max. 20 Teilnehmer/-innen (in der Regel nur die Klassenleitung) sollten die Bereitschaft mit-bringen, die gezeigten Methoden in ihren eigenen Klassen oder Gruppen umzusetzen.
Vor Beginn der Fortbildung sollten alle, die sich überlegen daran teilzunehmen, den zweiten Teil (Regeln des Zusammen-Lebens) aus dem Buch „Bei STOPP ist Schluss!“ lesen. Die Fortbildung macht nur für Teilnehmer/-innen Sinn, die diesem Ansatz innerlich zustimmen.
Ziel:
Entwicklung sozialer und emotionaler Kompetenzen auf der Basis der alltäglichen Konflikte zwi-schen Kindern und Jugendlichen / Methodentraining für Lehrer/-innen.
Beschreibung des Fortbildungsbausteins MOBBING
PDF laden: konfliktkultur-mobbing.pdf
 

Fortbildungsbaustein 3
Wenn zwei sich streiten - hilft ein Dritter!
Mediation und Streitschlichtung
Viele Auseinandersetzungen enden in einer Eskalationsspirale, weil jede Konfliktpartei in ihren Gefühlen und Bedürfnissen verletzt ist und sich rächen möchte. Jeder ist in seiner Sicht der Dinge gefangen und sucht die Schuld beim anderen. Weil keiner bereit ist, als erster auf den anderen zuzugehen, können Missverständnisse nicht geklärt werden und die Fronten verhärten sich. Beide Seiten reagieren empfindlich, und beim geringsten Anlass gibt es neuen Streit.
In solchen Fällen hilft ein festes Konfliktlösungsritual wie die Mediation, bei der eine dritte Person zwischen den Konfliktparteien vermittelt und das Recht auf gewaltfreie Konfliktlösung betont. Ausgebildete Mediatoren, Konfliktlotsen oder Streitschlichter, bringen beide Seiten an einen Tisch, sorgen für eine angenehme Gesprächsatmosphäre, helfen den Konflikt zu verstehen, und unterstützen die Suche nach einer guten Lösung.
Mit Hilfe der Mediation lernen die Beteiligten
sich an Gesprächsregeln zu halten und konstruktiv zu streiten,
über (verletzte) Gefühle und Bedürfnisse zu reden,
sich in andere hineinzuversetzen (Perspektivenübernahme und Einfühlungsvermögen), und andere Sichtweisen zu respektieren,
die Hintergründe und Ursachen eines Konflikts besser zu verstehen,
konstruktiv mit Wut und Ärger umzugehen und ihre Impulse besser zu kontrollieren,
Wünsche zu äußern, Friedensangebote zu machen und fair zu verhandeln,
Kompromisse zu finden und Abmachungen einzuhalten.

Die Fortbildung ist Teil des Programms Konflikt-KULTUR und richtet sich an alle, die menschliches Verhalten besser verstehen und die Mediation in Schule und Jugendhilfe durchführen und dauerhaft verankern wollen. Sie dient der Entwicklung entsprechender Kommunikations- und Konfliktlösekompetenzen und der Erarbeitung notwendiger Rahmenbedingungen. Auch die Ausbildung von Jugendlichen zu Mediatoren, Konfliktlotsen oder Streitschlichtern wird thematisiert. Die Praxisbegleitung ist integraler Bestandteil der Fortbildung. Sie hat zum Ziel die Mediation nachhaltig in der Struktur der Einrichtung zu verankern und gibt den Fortbildungsteilnehmern die Möglichkeit, eigene Fälle zu reflektieren.
Die Integration der Mediation in den Arbeitsalltag einer Einrichtung erfordert eine ausreichende Anzahl ausgebildeter Personen. Je hundert Kinder und Jugendliche sollten ein bis zwei pädagogische Fachkräfte fortgebildet werden.
Dauer:
6-8 Tage (mit Täter-Opfer-Ausgleich 10 Tage, mit Mobbingintervention 12 Tage)
Leitung:
Thomas Grüner, Dipl.-Psych., Ausbilder für Mediation und Tat-Ausgleich. Mehrjährige Tätigkeit im Kinder- und Jugendschutz. Gründer und Leiter des Instituts für Konflikt-Kultur in Freiburg. Seit 1997 in der Organisations- und Schulentwicklung tätig.
Literatur:
Durach, B., Grüner, Th. & Napast, N. (2002). „Das mach ich wieder gut!“
Mediation · Täter-Opfer-Ausgleich · Regellernen. Soziale Kompetenz und Gewaltprävention an Grundschulen. Lichtenau: AOL.

Grüner, Th. & Hilt, F. (2004). „Bei STOPP ist Schluss!“ Werte und Regeln vermitteln. Lichtenau: AOL.
Fortbildungsinhalte Mediation
Muster der Konfliktlösung.
Grundlagen und Ziele der Mediation.
Ebenen des Verstehens:
Situation und Verhalten.
Gedanken, Gefühle, Bedürfnisse und Bedürfniskonflikte.
Verletzte Bedürfnisse als Quelle von Konflikten.
Kommunikationstechniken:
In die Tiefe gehen: Vertiefungsfragen stellen.
Verständnis zeigen: Kontaktaussagen machen.
Phasen und Struktur der Mediation:
Einleitungsphase.
Klärungsphase.
Lösungsphase.
Vereinbarungsphase.
Rollenverständnis und innere Haltungen:
Hilfe zur Selbsthilfe.
Raum lassen.
Allparteilichkeit.
Ergebnisoffenheit.
Zwischen Person und Verhalten trennen:
Die Ablehnungsfalle.
Die Verständnisfalle.
Die Einsichtsfalle.
Kommunikationsregeln:
Das Gute anerkennen.
Ausreden lassen.
Abwertungen vermeiden.
Meinungen respektieren.
Vom Vorwurf zum Bedürfnis.
Vom Du zum Ich.
Von Eigenschaften zum Verhalten.
Vom Allgemeinen zum Eindeutigen.
Perspektivenübernahme, Einfühlungsvermögen und Empathie fördern.
Das Mediationsprotokoll.
Umgang mit Hindernissen, Blockaden, Widerständen und Schwierigkeiten.
Die organisatorische Verankerung in der Einrichtungsstruktur.
Bedingungen der Nachhaltigkeit.
Fallstricke und ihre Überwindung.
Elternarbeit.
Jugendliche als Mediatoren:
Auswahl.
Ausbildung.
Begleitung.
Praxisbegleitung und Supervision.
Beschreibung des Fortbildungsbausteins MEDIATION
PDF laden: konfliktkultur-mediation.pdf
 

Fortbildungsbaustein 4
Das machst du wieder gut!
Der Tat-Ausgleich im pädagogischen Kontext
Es gibt das schöne Sprichwort: "Zu einem Streit gehören immer zwei." Doch nicht immer sind beide Konfliktparteien gleichermaßen für einen Konflikt verantwortlich. Manchmal wird die Gewalt nur oder überwiegend von einer Seite ausgeübt. Oder es kommt zu Sachbeschädigungen. In solchen Fällen ist es wichtig, dass den Geschädigten deutlich gemacht wird, dass sie kein Recht auf Gegengewalt, aber ein Recht auf Wiedergutmachung haben.
Hierzu ist der Tat-Ausgleich geeignet. Er wird ausschließlich von Erwachsenen geleitet und ist als pädagogische Maßnahme für die Gewalthandelnden verpflichtend. Die Leiter ergreifen Partei für die Geschädigten. Die Aggressoren werden mit den Folgen der Tat und dem Erleben der Opfer konfrontiert und ihre Schutzbehauptungen und Rechtfertigungsstrategien werden thematisiert. Sie erhalten die Gelegenheit, die verursachten Schäden und Verletzungen durch persönliches Handeln wieder gut zu machen.
Die Geschädigten lernen,
ihre Angst zu überwinden und über das Erlittene zu reden,
Wiedergutmachungen einzufordern und vsich selbstbewusst aber gewaltfrei und damit konstruktiv gegen Gewalt zu wehren.

Die Aggressoren lernen,
die Opferperspektive und die Folgen ihres Handelns kennen,
dass ihr Verhalten persönliche Konsequenzen hat und
dass zwar ihr Verhalten abgelehnt wird, nicht aber ihre Person.

Die Fortbildung richtet sich an alle, die den Tat-Ausgleich in Schule und Jugendhilfe durchführen und dauerhaft verankern wollen, ihre Kommunikations- und Konfliktlösekompetenzen verbessern und den Umgang mit Rechtfertigungsstrategien trainieren möchten. Die entsprechenden Methoden und Techniken sind vielseitig einsetzbar.
Da der Tat-Ausgleich für Opfer, die gleichzeitig Mobbingopfer sind, keine Lösung darstellt, ist es sinnvoll, diese Fortbildung mit dem Baustein „Strategien gegen Mobbing“ zu ergänzen.
Die Praxisbegleitung ist integraler Bestandteil der Fortbildung. Sie hat zum Ziel den Tat-Ausgleich nachhaltig in der Struktur der Einrichtung zu verankern und gibt den Fortbildungsteilnehmern die Möglichkeit, eigene Fälle zu reflektieren.
Die Integration des Tat-Ausgleichs in den Arbeitsalltag einer Einrichtung erfordert eine ausreichende Anzahl ausgebildeter Personen. Je hundert Kinder und Jugendliche sollten ein bis zwei pädagogische Fachkräfte fortgebildet werden.
Dauer:
6-8 Tage (mit Mediation 10 Tage, Tat-Ausgleich für Mediatoren 4-6 Tage)
Leitung:
Thomas Grüner, Dipl.-Psych., Ausbilder für Mediation und Tat-Ausgleich. Mehrjährige Tätigkeit im Kinder- und Jugendschutz. Gründer und Leiter des Instituts für Konflikt-Kultur in Freiburg. Seit 1997 in der Organisations- und Schulentwicklung tätig.
Literatur:
Grüner, T. (2008). Der Täter-Opfer-Ausgleich. In A. Schröder, H. Rademacher & A. Merkle (Hrsg.), Handbuch Konflikt- und Gewaltpädagogik. Verfahren für Schule und Jugendhilfe (S. 121-133). Schwalbach: Wochenschau.

Durach, B., Grüner, Th. & Napast, N. (2002). „Das mach ich wieder gut!“ Mediation · Täter-Opfer-Ausgleich · Regellernen. Soziale Kompetenz und Gewaltprävention an Grundschulen. Lichtenau: AOL.

Grüner, Th. & Hilt, F. (2004). „Bei STOPP ist Schluss!“ Werte und Regeln vermitteln. Lichtenau: AOL
Fortbildungsinhalte Tat-Ausgleich
Muster der Konfliktlösung.
Grundlagen und Ziele des TA.
Rollenverständnis und innere Haltungen:
Verantwortungspädagogik.
Generationengrenze.
Werteklarheit.
Parteilichkeit.
Ebenen des Verstehens:
Situation und Verhalten
Gedanken, Gefühle, Bedürfnisse und Bedürfniskonflikte
Verletzte Bedürfnisse als Quelle von Konflikten.
Kommunikationstechniken:
In die Tiefe gehen: Vertiefungsfragen stellen.
Verständnis zeigen: Kontaktaussagen machen.
Eigenes Konfliktverhalten reflektieren.
Phasen und Struktur des TA:
Vorbereitungsphase.
Einleitungsphase.
Konfrontationsphase.
Wiedergutmachungsphase.
Indikation und Kontraindikation für den TA.
Zwischen Person und Verhalten trennen:
Die Ablehnungsfalle
Die Verständnisfalle
Die Einsichtsfalle
Perspektivenübernahme, Einfühlungsvermögen und Empathie fördern.
Konfrontation von Schutzbehauptungen:
Verleugnungen und Verharmlosungen.
Schuldzuweisungen.
Kontrollverlust.
Gewaltrechtfertigung.
Opferhaltung.
Das TA-Protokoll.
Helfersyndrom, Rettungsfantasien und Täter-Trance.
Umgang mit Hindernissen, Blockaden, Widerständen und Schwierigkeiten.
Die organisatorische Verankerung in der Einrichtungsstruktur.
Bedingungen der Nachhaltigkeit.
Fallstricke und ihre Überwindung.
Elternarbeit.
Praxisbegleitung und Supervision.
Beschreibung des Fortbildungsbausteins TAT AUSGLEICH
PDF laden: konfliktkultur-tat-ausgleich.pdf
 

Implementierung
Implementierung in Deutschland und der Schweiz
Das Programm wurde mittlerweile in Deutschland und in der Schweiz an 225 Einrichtungen nachhaltig implementiert. Im Einzelnen sind dies:
5
Jugendhäuser/-bildungsstätten
5
Schülerhorte/Heime
22
Förderschulen
55
Grundschulen
49
Hauptschulen (teilweise mit Werkrealschule)
27
Realschulen
13
Erweiterte Realschulen
10
(Integrierte) Gesamtschulen
1
Waldorfschule
18
Gymnasien
20
Berufsbildende Schulen
In Singen beispielsweise, arbeiten alle Grund- und Hauptschulen mit Methoden von Konflikt-KULTUR. Hier erfahren Kinder und Jugendliche auch bei einem Wechsel zwischen einzelnen Schulen ein Höchstmaß an erzieherischer Orientierung und Verlässlichkeit. Umgekehrt können auch die Lehrer auf einem festen Fundament sozialer Kompetenzen bei den Schülern aufbauen. Der Erziehungsalltag wird entlastet. Dasselbe Ziel hat sich die Stadt Pforzheim gesetzt.

Eine Auflistung von Referenzschulen findet sich unter: www.konflikt-kultur.de/referenzschulen.html
 

Kooperation

Das Fortbildungsprogramm Konflikt-KULTUR wurde von Thomas Grüner und Franz Hilt (AGJ) gemeinsam entwickelt und wird deshalb auch in Kooperation mit dem Referat Kinder- und Jugendschutz der AGJ - Fachverband für Prävention und Rehabilitation in der Erzdiözese Freiburg e.V. angeboten.
www.konflikt-kultur.de
 

Dokumente
Dokumente als PDF-Dateien zum Ausdrucken
Übersichtsgrafik über die Bausteine des Fortbildungsprogramms Konflikt-KULTUR
PDF laden: konfliktkultur-uebersicht-2015.pdf
Gesamtbeschreibung des Fortbildungsprogrammes Konflikt-KULTUR
PDF laden: konfliktkultur-gesamtbeschreibung.pdf




 

Kindergarten
Wenn Himmel und Erde sich trennen
Die Entwicklung der Perspektivenübernahme und ihre Folgen
Zwischen vier und fünf Jahren vollzieht sich bei Kindern ein bedeutsamer Entwicklungsschritt. Sie verlassen ihre egozentrische Weltsicht und beginnen zu verstehen, dass jeder Mensch seine eigene Sicht der Dinge hat. Sie können sich in diese unterschiedlichen Perspektiven hineinversetzen und sie als gleichzeitig gültig begreifen.
Im Fortbildungsseminar wird es darum gehen, diesen Entwicklungsschritt und seine Folgen für das Erleben und Verhalten der Kinder zu verstehen und das eigene erzieherische Verhalten daran auszurichten. Unter anderem werden folgende Themen besprochen:
Einfühlungsvermögen fördern
Die Fähigkeit zur Perspektivenübernahme ist die Grundvoraussetzung für Empathie, Einfühlungsvermögen und Mitgefühl und damit der Kern dessen, was Menschlichkeit ausmacht. Mitgefühl ermöglicht soziales Verhalten und wirkt gewalthemmend. Das Einfühlungsvermögen der Kinder zu fördern, zählt deshalb zu den wichtigsten Erziehungsaufgaben in dieser Entwicklungsphase. Dazu werden verschiedene Methoden und Kommunikationstechniken vorgestellt und geübt.
Selbstverantwortung lernen
Da Kinder mit Hilfe der Perspektivenübernahme auch Handlungsfolgen besser abschätzen können, sollten sie für die Folgen unsozialen Verhaltens zunehmend verantwortlich gemacht werden. Die Fortbildung thematisiert, wie dies auf eine wertschätzende Art geschehen kann und wie man die Gegenstrategien der Kinder (Lügen, Heimlichkeiten, Schutzbehauptungen und Rechtfertigungen) konstruktiv konfrontiert.
Geschlechtsidentität stärken
Mit der Fähigkeit zur Perspektivenübernahme ist auch die Fähigkeit zur Selbstreflektion und zum vorausschauenden Denken verbunden. Kinder können nun ein stabiles Bild von sich selbst entwickeln und es in die Zukunft projizieren. Sie entwickeln eine feste Identität und damit auch eine Geschlechtsidentität. Gleichzeitig erkennen sie damit die dauerhafte Unterschiedlichkeit im Geschlecht von Mutter und Vater. In der Fortbildung wird es darum gehen, welche Konflikte sich daraus ergeben und wie damit umgegangen werden kann. In diesem Zusammenhang wird auch die Ödipus-Theorie von Freud thematisiert und ergänzt.
Dauer des Fortbildungsseminars: 1-2 Tage
 

Hilfe bei Konflikten
Bei Konflikten
zwischen Erwachsenen und zwischen Kindern und Jugendlichen,
in Paarbeziehungen, Teams, Schulklassen, Kollegien und Organisationen,
zwischen Paaren, Nachbarn, Teams, Schulklassen, Kollegien und Organisationen,
zwischen Erwachsenen und Heranwachsenden (Lehrer-Schüler, Eltern-Kinder, Ausbilder-Auszubildende etc.),
zwischen Eltern und Lehrern, Erzieherinnen, Schulleitung etc.
zwischen Vorgesetzten und Mitarbeitern,
usw.
bieten wir im Rahmen von Kriseninterventionen und mit Hilfe von Beratung, Mediation, Tat-Ausgleich und anderen Interventionstechniken unsere Unterstützung an.
Auch bei Mobbing in Schulklassen oder am Arbeitsplatz bieten wir unsere Hilfe an.
 

Supervision, Beratung, Coaching
Wir bieten Fachkräften aus den Bereichen
(Sozial-) Pädagogik,
Sozialarbeit,
Psychologie,
Erziehung,
Erwachsenenbildung und
Berufsausbildung
in
Schulen,
Kinder- und Jugendhilfeeinrichtungen (Jugendhäuser, Horte, Kindergärten etc.),
Betrieben und
Vereinen
Supervision, Beratung und Coaching an.
Dieses Angebot richtet sich sowohl an Gruppen, als auch an Einzelne und schließt die Leitungsebene mit ein.
Ein Szenario im Rahmen einer individuellen Beratung könnte beispielsweise folgendermaßen aussehen:
Wir schauen uns Ihre Arbeit vor Ort an, oder Sie nehmen Ihre Arbeit auf Video auf. Auf der Basis dieses Datenmaterials arbeiten wir gezielt an ausgesuchten Fragestellungen:
Innere Haltungen
Körpersprache
Grenzen setzen
Kommunikation
Gruppendynamik
Führungsstil
Umgang mit schwierigen Fällen
etc.
 

Vorträge
Die Vorträge dauern 1,5 Stunden und können einzeln oder auch in Verbindung mit Fortbildungen gebucht werden. Vortrag 1 eignet sich besonders gut dazu Eltern in die Erziehungsgemeinschaft mit der Schule einzubinden. Vortrag 2 eignet sich besonders gut dazu im ganzen Kollegium eine Basis für die Fortbildung GUT ARBEITEN zu schaffen. Alleinstehende Vorträge können nur bei einer maximalen Anfahrtszeit von einer Stunde angeboten werden, oder wenn vor Ort noch andere Fortbildungen stattfinden.
Die Kunst der Grenzziehung
Konsequent erziehen – erfolgreich erziehen
Grenzen zu setzen, ist eine der wichtigsten erzieherischen Aufgaben, denn Kinder und Jugendliche wollen wissen, wie weit sie gehen können. Grenzen geben ein Gefühl der Sicherheit und Orientierung. Kinder und Jugendliche brauchen Erwachsene, die durch Regeln und Rituale, Halt und Geborgenheit vermitteln. Sie müssen wissen, was von ihnen erwartet wird und was erlaubt ist und was nicht.
Mit Hilfe praktischer Beispiele aus dem Erziehungsalltag von Schule und Familie wird thematisiert,
wie man Kindern und Jugendlichen Werte und Regeln vermittelt und wie man ihnen Grenzen setzt,
wie Grenzen und Verhaltensregeln auch ohne Bestrafung erfolgreich durchgesetzt werden und was dies für die eigene Rolle in der Erziehung bedeutet.

An einem Strang ziehen
Schülern Werte und Regeln vermitteln
Viele Alltagskonflikte an Schulen entstehen im Unterricht zwischen Lehrern und Schülern. Die Quelle dieser Konflikte liegt im Zwangskontext Schule und in den Leistungsanforderungen, die Lehrer an Schüler stellen müssen. Eine Möglichkeit das Unterrichtsverhalten positiv zu beeinflussen besteht in einer möglichst großen Vielfalt an Unterrichtsmethoden, in der lebenspraktischen Gestaltung des Unterrichts und in der individuellen Förderung einzelner Schüler. Genauso wichtig jedoch ist ein konsequenter, auf die Klarstellung und Einhaltung von Regeln und Normen ausgerichteter Erziehungsstil. Schüler benötigen für eine erfolgreiche berufliche Zukunft nicht nur Fachwissen, sondern auch Arbeitshaltungen und Soziale Kompetenzen. Wenn es um verbale und nonverbale Unterrichtsstörungen geht, sind klare Grenzen gefragt, denn die Schüler wollen wissen, wie weit sie gehen können. Sie brauchen Lehrer, die ihnen mit Hilfe von Regeln Halt geben. Sie müssen wissen, was von ihnen erwartet wird und was erlaubt ist und was nicht.
Anhand praktischer Beispiele aus dem Schulalltag wird thematisiert,
wie man Schülern Werte und Regeln vermittelt und wie man ihnen Grenzen setzt,
wie Grenzen und Verhaltensregeln auch ohne Bestrafung erfolgreich durchgesetzt werden und was dies für die eigene Rolle als Lehrer/-in bedeutet.
VIDEO: "Die Kunst der Grenzziehung" Ausschnitte aus einem Vortrag
Thomas Grüner, ein in ganz Deutschland gefragter Diplom-Psychologe, hinterlässt starke Spuren: Ob bei Eltern oder LehrerInnen, er schafft es, Zuhörer nahezu zwei Stunden lang zu faszinieren. Einige Ausschnitte sind auf diesem Video zu sehen.         >>> VIDEO






 

Vortrag: An einem Strang ziehen
Schülern Werte und Regeln vermitteln
Viele Alltagskonflikte an Schulen entstehen im Unterricht zwischen Lehrern und Schülern. Die Quelle dieser Konflikte liegt im Zwangskontext Schule und in den Leistungsanforde-rungen, die Lehrer an Schüler stellen müssen. Eine Möglichkeit das Unterrichtsverhalten positiv zu beeinflussen besteht in einer möglichst großen Vielfalt an Unterrichtsmethoden, in der lebenspraktischen Gestaltung des Unterrichts und in der individuellen Förderung einzelner Schüler. Genauso wichtig jedoch ist ein konsequenter, auf die Klarstellung und Einhaltung von Regeln und Normen ausgerichteter Erziehungsstil. Schüler benötigen für eine erfolgreiche berufliche Zukunft nicht nur Fachwissen, sondern auch Arbeitshaltungen und Soziale Kompetenzen. Wenn es um verbale und nonverbale Unterrichtsstörungen geht, sind klare Grenzen gefragt, denn die Schüler wollen wissen, wie weit sie gehen können. Sie brauchen Lehrer, die ihnen mit Hilfe von Regeln Halt geben. Sie müssen wissen, was von ihnen erwartet wird und was erlaubt ist und was nicht.
Anhand praktischer Beispiele aus dem Schulalltag wird thematisiert,
-
wie man Schülern Werte und Regeln vermittelt und wie man ihnen Grenzen setzt,
-
wie Grenzen und Verhaltensregeln auch ohne Bestrafung erfolgreich durchgesetzt werden und
-
was dies für die eigene Rolle als Lehrer/-in bedeutet.
 

Vortrag: Die Kunst der Grenzziehung
Konsequent erziehen - erfolgreich erziehen
Grenzen zu setzen, ist eine der wichtigsten erzieherischen Aufgaben, denn Kinder und Jugendliche wollen wissen, wie weit sie gehen können. Grenzen geben ein Gefühl der Sicherheit und Orientierung. Kinder und Jugendliche brauchen Erwachsene, die durch Regeln und Rituale, Halt und Geborgenheit vermitteln. Sie müssen wissen, was von ihnen erwartet wird und was erlaubt ist und was nicht.
Mit Hilfe praktischer Beispiele aus dem Erziehungsalltag von Schule und Familie wird thematisiert,
-
wie man Kindern und Jugendlichen Werte und Regeln vermittelt und wie man ihnen Grenzen setzt,
-
wie Grenzen und Verhaltensregeln auch ohne Bestrafung erfolgreich durchgesetzt werden und
-
was dies für die eigene Rolle in der Erziehung bedeutet.
VIDEO: "Die Kunst der Grenzziehung" Ausschnitte aus einem Vortrag
Thomas Grüner, ein in ganz Deutschland gefragter Diplom-Psychologe, hinterlässt starke Spuren: Ob bei Eltern oder LehrerInnen, er schafft es, Zuhörer nahezu zwei Stunden lang zu faszinieren. Einige Ausschnitte sind auf diesem Video zu sehen.         >>> VIDEO






 

Eltern
An einem Strang ziehen
Alle Fortbildungen verfolgen das Ziel positive Beziehungen zu den Eltern aufzubauen und konstruktiv mit diesen zusammenzuarbeiten. Eltern profitieren auf vielfältige Weise von den Methoden des Fortbildungsprogramms Konflikt-KULTUR und werden im Sinne einer Erziehungsgemeinschaft zur Mitarbeit eingeladen. Besonders großer Wert wird darauf gelegt, Eltern über das positive Sozialverhalten und über die Entwicklungsfortschritte ihrer Kinder zu informieren. Auf Wunsch der jeweiligen Einrichtung können Eltern auch an einzelnen Fortbildungsmaßnahmen teilnehmen.
Weitere Angebote:
1. Elternvorträge
Die Kunst der Grenzziehung
Konsequent erziehen - erfolgreich erziehen
2. Erziehungsseminare und
Elternkurse
Vertiefende ein- und mehrtägige Erziehungsseminare und Elternkurse zu den Vortragsthemen.
 

Buchen
Programm und Anmeldung
Unter nachfolgenden Kontaktadressen können Sie das Programm zu den Fortbildungen anfordern, die wir für einzelne Personen oder Teams aus Einrichtungen anbieten:
Bundesweit und deutschsprachiges Ausland:
AGJ Freiburg, Frau Kelp,
0761 - 21 807-41
sigrun.kelp@agj-freiburg.de
Kreis Neumünster und Bad Segeberg:
Kinder- und Jugendschutz Neumünster, Toni Sürken,
04321 - 26 792 – 14
suerken@kinderundjugendarbeit.de
Stadt Düsseldorf:
Fachstelle Gewaltprävention Düsseldorf, Evelin Saatkamp,
0211 - 89-95 664
evelin.saatkamp@duesseldorf.de
Saarland:
LPM Saarbrücken/Dudweiler, Hilde Weber,
06897 - 79 08 131
HWeber@lpm.uni-sb.de
 

Stimmen
Lehrerstimmen - Elternstimmen - Schülerstimmen
Lehrerstimmen
ALLGEMEIN
GUT ARBEITEN
ZUSAMMEN LEBEN
Zwei Tage, die die Welt verändern
Heile Welt?
MEDIATION
TAT-AUSGLEICH
Elternstimmen
Elternstimmen
Schülerstimmen
Schülerstimmen
 

Stimmen
Lehrerstimmen - Elternstimmen - Schülerstimmen
Lehrerstimmen
ALLGEMEIN
GUT ARBEITEN
ZUSAMMEN LEBEN
Zwei Tage, die die Welt verändern
Heile Welt?
MEDIATION
TAT-AUSGLEICH
Elternstimmen
Elternstimmen
Schülerstimmen
Schülerstimmen
 

Interviews
Aussagen von Lehrkräften, die mit Konflikt-KULTUR arbeiten
Im November 2011 wurden fünf telefonische Interviews mit Lehrkräften sowie Schulleitungen geführt, an deren Institutionen alle oder einzelne Bausteine von Konflikt-KULTUR umgesetzt werden. Die Interviews wurden in Teilen wörtlich in Form des ‚Zusammenfassenden Protokolls‘ geführt. Aus den Aussagen der Befragten kristallisieren sich folgende Stärken und Herausforderungen des Programms heraus, die jeweils durch direkte Zitate aus den Interviews belegt werden.
STÄRKEN
DES PROGRAMMS
Wertschätzende Haltung, Verbesserung des Klassenklimas und nachhaltige Auflösung von Mobbingprozessen
„Ich finde die wertschätzende Haltung toll. Dass es eine Voraussetzung für gute Leistung von Schülern ist, dass die sich subjektiv wohlfühlen. Das ist für mich der Bringer (Bezug zu ZUSAMMEN LEBEN), diese wertschätzende Haltung, die für Kinder die Grundvoraussetzung dafür ist, dass Lernen möglich ist. Das ist ein Argument, was man bringen muss, wenn die Beschwerde kommt, dass zwei Tage lang der Unterricht ausfällt, dieses Zeitargument. Aber der Nutzen von dem Training ist ungleich größer als die zwei Tage Unterrichtsausfall. Für das Klassenklima ist die Methode unvergleichbar. Da gibt es nichts, womit man so schnell rankommt an das, was klemmt. Es wird so gearbeitet, dass den Schülern eine wertschätzende Haltung entgegengebracht wird, weil zwischen Person und Verhalten getrennt wird. Das ist für viele ein Schlüsselerlebnis, das Schüler bisher selten erfahren konnten, weil im normalen Schulalltag dafür nicht viel Raum bleibt. Und die Verstärkung von bestimmten Verhaltensweisen wie Ehrlichkeit und Respekt ist wichtig.“ (Lehrerin Berufsgymnasium mit Baustein ZUSAMMEN LEBEN)
„Wichtig ist, dass die Eltern wissen, dass das Thema Mobbing ernst genommen wird.“ (Schulleiterin Grund- & Hauptschule mit GUT ARBEITEN und ZUSAMMEN LEBEN)

Verbesserung und Intensivierung der Zusammenarbeit im Kollegium
„Ich bin sehr froh über diese Struktur. Daran kann sich mein Handeln als Lehrer im Alltag ausrichten. Und der Prozess verändert Lehrer, er hat meinen Umgang mit den Schülern und Eltern verändert. (…) Uns trägt eine Gemeinschaft, die wir vorher nicht hatten, und das gibt Kraft und Sicherheit. Wir sind ‚vom Ich zum Wir‘ gekommen. Das gibt unglaublich viel Unterstützung und Handlungssicherheit. Und wir werden auch nicht mehr von den Eltern oder anderen am Prozess Beteiligten auseinanderdividiert. Konflikt-KULTUR ist an einer Schule umsetzbar, wenn man wirklich will. Man braucht aber Zeit, Engagement und Mut, um ein ganz großes Rad zu drehen.“ (Gymnasialdirektor mit allen Bausteinen von Konflikt-KULTUR)
„Ein weiterer Pluspunkt ist, dass wir jetzt pro Halbjahr eine Sitzung zum Programm machen, an der es ausschließlich darum geht, die Regeln zu thematisieren. Das hätten wir vorher sonst nicht gemacht, wir saßen schon zu andere Thematiken zusammen, aber es ging nie um den Unterrichtsablauf: Hier tauschen wir uns jetzt aus: wie machst du das, wie läuft das bei dir, warum klappt es bei mir nicht. Hier lernen wir viel voneinander und der Austausch ist sehr offen. Vorher haben wir uns fachlich ausgetauscht, aber wie ein Lehrer reagiert, da haben wir vorher nicht drüber gesprochen, da hat das Programm eine Barriere geöffnet.“ (Schulleiterin Grund- & Hauptschule mit GUT ARBEITEN und ZUSAMMEN LEBEN)

Verbesserung des Klassen- und Unterrichtsklimas / Verbesserung der Unterrichtsqualität bzw. des Lernklimas / Respektvoller Umgang / Subjektives Wohlempfinden
„Diese klare Struktur, die ist etwas ganz Hilfreiches, und die Ruhe, die kann man auch mit einer Klasse wirklich genießen. Die Diskutiererei bleibt weg. (…) Wir können besser schaffen, das zahlt sich für die Schüler aus. Oft kommt man im Unterricht besser voran. Da, wo es gut läuft, gibt es einen Zeitgewinn im Unterricht.“ (Schulleiterin Grund- & Hauptschule mit GUT ARBEITEN und ZUSAMMEN LEBEN)
„Rückblickend betrachtet kann ich sagen, dass das Programm die Schüler unterstützt und hilft das Klima zu verbessern. Und die Lehrer, die mit dem Programm arbeiten, sagen, dass es ihnen hilft, den Unterricht störungsfreier zu gestalten. (…) Ein großer Pluspunkt ist, dass die Person der Schüler im Vordergrund steht und respektiert wird und dass mit dem Verhalten gearbeitet wird.“ (Schulleiter Hauptschule mit GUT ARBEITEN)
„Der Unterricht wird leichter (Bezug zu GUT ARBEITEN). Die Kollegen, die immer das Leistungsargument bringen und dass sie ihren Stoff durchbringen müssen, denen muss man klar machen, dass sich Schüler subjektiv wohl fühlen müssen, um Leistung zu erbringen. (…) Ich wünsche mir, dass es noch mehr Schulen gibt, die Konflikt-KULTUR in ihr Sozialcurriculum aufnehmen. Konflikt-KULTUR füllt eine Leerstelle, die so von keinem Programm besetzt werden kann.“ (Lehrerin Berufsgymnasium mit ZUSAMMEN LEBEN)

Klare Orientierung für Kinder und Jugendliche / Steigerung von Frustrationstoleranz und Selbstkontrolle bei Kindern und Jugendlichen / Berufsorientierung
„Für die Schüler ist Konflikt-KULTUR eine gute Orientierung. Sie wissen, woran sie sind und dass die Regeln so wie vereinbart gehandhabt werden.“ (Schulleiterin Grund- & Hauptschule mit GUT ARBEITEN und ZUSAMMEN LEBEN)
„Für die Kinder lohnt es sich. Sie bekommen klare Strukturen, die sie in ihrer Frustrationstoleranz weiterbringen, die Selbstbeherrschung fördern. Das sind alles Dinge, die man später im Berufsleben dringend braucht. Der große Aspekt ist, dass positives Verhalten anerkannt und unterstützt wird und man dann am negativen Verhalten arbeitet und Hilfsangebote gemacht werden. Hierfür ist die klare Dokumentation für alle hilfreich. Es ist nicht ungerecht, sondern es gibt eine klare Grundlage. Auf der gucken wir, wie Hilfssysteme für Schüler kreieren können.“ (Schulleiter Hauptschule mit GUT ARBEITEN)

Erleichterung der pädagogischen Orientierung für Berufseinsteiger:
Insbesondere die Rückmeldungen von Lehramtsanwärtern sind sehr positiv: Die sind unheimlich dankbar, dass es solche Regeln gibt, dass es ein Instrumentarium gibt, das ihnen hilft den Unterricht zu strukturieren“ (Schulleiterin Grund- & Hauptschule mit GUT ARBEITEN und ZUSAMMEN LEBEN)
„Hätte mir als Referendar schon jemand das Programm vorgestellt, dann hätte ich viele Fehler nicht gemacht, die fast vorprogrammiert sind.“ (Schulleiter Hauptschule mit GUT ARBEITEN und ZUSAMMEN LEBEN)
HERAUSFORDERUNGEN
DES PROGRAMMS
Nachhaltige Implementierung
„Die Herausforderung in der Schule ist, dass das Programm nicht dahinplätschert.“ (Schulleiterin Grund- & Hauptschule mit GUT ARBEITEN und ZUSAMMEN LEBEN)
Überzeugungsarbeit im Kollegium
„Es ist sinnvoll auf der Fortbildung zu verdeutlichen, dass das Programm nur dann wirklich gut funktioniert, wenn alle an einem Strang ziehen. Und was es bedeutet, wenn man sich auf gemeinsame Regeln einlässt, die man gemeinsam durchsetzt, damit die Schüler wissen: Das gilt in jeder Klasse. Aber das muss man im Kollegium diskutieren.“ (Lehrerin Berufsgymnasium mit ZUSAMMEN LEBEN)
 

Tagebuch
Tagebuch eines Erfolgs
(Klassenlehrerin, 8. Klasse)
Der Tag X
Nach langem Hadern hab ich gestern in meiner Klasse die Ruheregel eingeführt. Ich bekam die geballte Ladung an Widerstand, lächerlich machen und Kritik! Durchhalten, durchhalten, klar bleiben, am Ball bleiben schoss mir durch den Kopf. Ist mir auch gelungen, aber ich bin auf allen Vieren aus der Klasse raus. Ja, und heute sieht alles ganz anders aus: die Schüler haben sich tatsächlich an die Abmachungen gehalten, ich hatte viele Gelegenheiten zu loben und Positives hervorzuheben. Es war ganz einfach. Zusätzlich hab ich noch die STOPP-Regel eingeführt, die natürlich auch erst mal von den Spezis ausprobiert wurde. Ich kam aber nie in Stress. Ich habe wirklich das Gefühl, dass die meisten Schüler richtig dankbar sind für die neuen Regeln.
Zwei Wochen später
Die Regeln funktionieren immer noch. Ab und zu will's dann einer nochmal genau wissen und provoziert, aber die Feedback-Liste macht Eindruck und die positiven Konsequenzen motivieren. Einmal hat’s nicht so gut geklappt, ich weiß aber warum: ich wollte unbedingt ein Thema in der Stunde durchboxen, und da hab ich nicht so sorgfältig auf die Einhaltung der Regeln geachtet. Aber ich bin immer schon heilfroh, wenn ich merke woran es liegt, dass es nicht klappt. Dann kann ich nämlich was ändern. Bei Einführung der neuen Regeln hatte ich angekündigt, dass im neuen Schuljahr noch 3 neue dazukommen (hab ja erst Ruhe- und STOPP-Regel eingeführt). Jetzt löchern die mich die ganze Zeit, dass sie die neuen Regeln jetzt schon haben wollen. Ist das zu glauben?
Vier Wochen später
Juchhu, es funktioniert immer noch! Ich hab bei der Ruhe- bzw. STOPP-Regel eine Verschärfung eingebaut, die notwendig war: Erhielt einer eine gelbe Karte, gab es aus den Reihen der Mitschüler hier und da ein hämisches 'haha'. Die Bitte um Abstellen hat nichts genützt, also kriegt jetzt jeder, der 'haha' ruft, sofort einen Strich. Ist hart, ich weiß, aber jetzt gibt es kein ´haha´ mehr. Übrigens hat sich vorgestern ein Schüler schon selbst, sozusagen freiwillig, die gelbe Karte geholt, als ihm unerlaubt ein Wort rausgerutscht ist. Er hat sich verlegen an den Mund gefasst und sofort eine Karte genommen. Seit Tagen fragen mich die Schüler, die keinen Strich haben, wann es denn die Belobigung gibt. Die sind richtig heiß drauf. Das hätte ich nie gedacht. Viele sagten ganz stolz: 'Ich hatte nur einmal eine gelbe Karte!' So habe ich heute wie versprochen nach 4 Wochen die Belobigungen geschrieben (für 23 Schüler!) und werde sie morgen mit einer Süßigkeit austeilen. Es ging mir richtig gut dabei, mal was Positives an die Eltern zu schreiben. (Natürlich sind auch schon Schreiben raus wegen 3maliger Regelverletzung).
Vor den großen Ferien
Am letzten Schultag hab ich die Urkunden an sage und schreibe 16 (!) Schüler aus meiner Klasse ausgeteilt. Ich habe jeden einzeln aufgerufen, der Schüler kam zu mir nach vorne, ich habe ihm die Hand gegeben und mündlich beglückwünscht für sein gutes Benehmen und ihm dann das Schreiben an die Eltern und eine Süßigkeit überreicht. Bei diesem Akt sind die Störenfriede, die sonst bei mir immer im Mittelpunkt standen, völlig untergegangen, nicht beachtet worden, die saßen richtig hilflos da! Und weißt du was einige von denen nach der Stunde gemacht haben? Sie sind zu mir gekommen, haben mir zum Abschied in die Ferien die Hand gegeben, einige meinten, sie wollten ihr Verhalten im nächsten Schuljahr verbessern.

Es ist wie ein Wunder, so was ist mir noch nie passiert! Ich bin richtig glücklich!.

 

Zusammenarbeit mit Ministerien und Schulämtern
Baden-Württemberg
Seit vielen Jahren unterstützt das Ministerium für Arbeit und Sozialordnung, Familie, Frauen und Senioren das Programm Konflikt-KULTUR. Die Ministerin Katrin Altpeter, schreibt dazu: „Das Sozialministerium fördere … das Fortbildungs- und Präventionsprogramm „Konflikt-KULTUR“ in der Erzdiözese Freiburg, das besonders geeignet sei, Selbstkontrolle, Stressbewältigung, Kommunikations- und Konfliktfähigkeit sowie Eigenverantwortung zu fördern.“
www.baden-wuerttemberg.de/de/service/presse/pressemitteilung/pid/tagung-des-aktionsbuendnisses-amoklauf-winnenden/

Von 2008 bis 2011 wurde, über die normale Förderung hinaus, das Projekt „Soziale Ganztagsschule – Schulentwicklung und Soziale Kompetenz“ finanziert (www.agj-freiburg.de/soziale-ganztagsschulen.html), das u. a. die Integration der Programmbausteine des Fortbildungs- und Präventionsprogramms Konflikt-KULTUR in den Ganztagsbetrieb von Schule zum Ziel hat. Die Ergebnisse dieses Projekts sind in dem Buch „In der Schule zu Hause? Chancen einer sozialen Ganztagesschule.“ nachzulesen, für das Frau Warminski-Leitheußer, Ministerin für Kultus, Jugend und Sport und die Ministerin für Arbeit und Sozialordnung, Familie, Frauen und Senioren, Katrin Altpeter, das Vorwort schreiben.

Das „Landesnetzwerk Konflikt-KULTUR“ zur landesweiten Umsetzung des Präventions- und Fortbildungsprogramms Konflikt-KULTUR wird ebenfalls maßgeblich vom Sozialministerium finanziert:
www.konflikt-kultur.de/landesnetzwerk.html

Auch das Ministerium für Kultus, Jugend und Sport unterstützt Konflikt-KULTUR seit vielen Jahren. Die ehemalige Kultusministerin, Frau Prof. Dr. Annette Schavan, würdigte das Programm anlässlich eines Schulbesuchs in Singen bereits 1999 als zukunftsweisend und förderte es finanziell. Am 03.02.10 schreibt sie als Bundesministerin für Bildung und Forschung in einem Brief an Peter Weiß (MdB): „Die Prävention von Gewalt an Schulen und der soziale Umgang miteinander ist mir ein sehr großes Anliegen. Das Projekt 'Konflikt-KULTUR' leistet hier einen wichtigen Beitrag, zumal es aufgrund der intensiven Zusammenarbeit von Projektverantwortlichen und Schulen verspricht, nachhaltig erfolgreich zu sein.“ Sie schreibt auch das Vorwort zur Broschüre Herausforderung Gewalt (2010) des Programms Polizeiliche Kriminalprävention der Länder und des Bundes. Als einziges Praxisprogramm wird dort auf 33 Seiten Konflikt-KULTUR vorgestellt.

Nachdem das Kultusministerium alle Schulen, die in Baden-Württemberg mit Konflikt-KULTUR arbeiten, mittels eines ausführlichen Fragebogens befragt hat, zieht der Ministerialrat Hermann Reichert am 07.08.13 folgendes positives Fazit: „Die überwiegende Mehrheit der befragten Schulen zieht ein positives Fazit und würde diese Methode auch weiterempfehlen. Letztlich geben die von den Schulleitungen übermittelten Stellungnahmen keinen Anlass, das Programm Konflikt-KULTUR zu beanstanden.“

Empfohlen wird Konflikt-KULTUR auch im Reader Roter Faden Prävention aus der Reihe „Aktiv gegen Gewalt” der Initiative „Netzwerk gegen Gewalt an Schulen” des Ministeriums für Kultus, Jugend und Sport, des Innenministeriums, des Ministeriums für Arbeit und Soziales und des Regierungspräsidiums Stuttgart, Abteilung Schule und Bildung. www.kultusportal-bw.de/site/pbs-bw/get/documents/KULTUS.Dachmandant/KULTUS/kultusportal-bw/pdf/Roter_Faden_web.pdf

Auch auf dem Landesbildungsserver wird Konflikt-KULTUR als gelungenes Praxisbeispiel der Schulentwicklung vorgestellt:
www.schule-bw.de/entwicklung/schulentw/schulentwicklung_bw/praxisbeispiele/qb4/wiestorschule

Konflikt-KULTUR gilt als Musterbeispiel für die Umsetzung des Landespräventionsprogramms „stark.stärker.WIR“, bei dem alle Schulen dazu aufgefordert sind, ein Präventionskonzept vorzulegen, das dem Mehr-Ebenen-Ansatz entspricht. So sprachen Dr. Markus Hoecker vom Ministerium für Kultus, Jugend und Sport und Günter Knoblich vom Ministerium für Arbeit und Sozialordnung, Familie, Frauen und Senioren auch die Grußworte anlässlich des Fachforums „FAIR LEBEN" mit Konflikt-KULTUR im Juli 2012 in Freiberg a. N.
Hamburg
Seit Jahren wird Konflikt-KULTUR den 21 Schulen (zum Teil mit Hort oder Kindertagesstätte) des Katholischen Schulverbands Hamburg angeboten.
www.kshh.de
Niedersachsen
Konflikt-KULTUR ist Teil des landesweiten Präventionsprogramms PaC (Prävention als Chance) des Landeskriminalamtes Niedersachsen in Kooperation mit dem niedersächsischen Kultusministerium.

Unterstützt wird das Programm vom Landespräventionsrat Niedersachsen, dem niedersächsischen Justizministerium, dem Gemeinde-Unfallversicherungsverband Hannover und der Landesunfallkasse Niedersachsen.

Konflikt-KULTUR wurde in die „Grüne Liste Prävention“ des Landespräventionsrats Niedersachsen mit nachgewiesen effektiven und erfolgversprechenden Programmen aufgenommen: www.gruene-liste-praevention.de/nano.cms/datenbank/programm/50.

2007 erhielt das Programm den mit 60.000,- € dotierten Deutschen Förderpreis Kriminalprävention der Stiftung Kriminalprävention in Zusammenarbeit mit der Deutschen Hochschule der Polizei (vormals PFA) Münster, dem deutschen Präventionstag (DPT) Hannover, dem Deutschen Städtetag (DST) Köln/Berlin, der Stadt Münster und der Stiftung Deutsches Forum für Kriminalprävention (DFK) Berlin.
www.pac-programm.de
www.pac-programm.de/pac-programm/Aktuelles/2012/RZARZLUetze.php
www.pac-programm.de/pac-programm/Aktuelles/2012/KunstderGrenzziehungUetze.php
Nordrhein-Westfalen
Konflikt-KULTUR arbeitet eng mit der Fachstelle für Gewaltprävention in Düsseldorf zusammen. Sie ist eine zentrale Anlaufstelle für pädagogische Fachkräfte aus Jugendhilfe und Schule in Kooperation zwischen dem Jugendamt und dem Schulverwaltungsamt. Sie arbeitet interdisziplinär und stimmt die von den städtischen Ämtern geplanten Präventionsmaßnahmen in Zusammenarbeit mit dem Kriminalpräventiven Rat der Landeshauptstadt Düsseldorf ab.
www.duesseldorf.de/schulen/stichworte/gewaltpraevention.shtml

Auch mit dem Kreisjugendamt Steinfurt und dem Institut für Gewaltprävention (IfG) Nordrhein-Westfalen bestehen enge Arbeitsbeziehungen.
Rheinland-Pfalz
Die Schulaufsicht der Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion (ADD) des Ministeriums für Bildung, Wissenschaft, Jugend und Kultur in Neustadt fördert Konflikt-KULTUR seit Jahren.
Saarland
Seit Jahren wird Konflikt-KULTUR vom Landesinstitut für Pädagogik und Medien (LPM) angeboten, einem Diensteanbieter des Ministeriums für Bildung und Kultur.
www.lpm.uni-sb.de
Schleswig-Holstein
Seit Jahren wird Konflikt-KULTUR, über die Landesbeauftragte für Gewaltprävention, vom Institut für Qualitätsentwicklung an Schulen Schleswig-Holstein (IQSH), einem Diensteanbieter des Ministeriums für Bildung und Wissenschaft, in Kooperation mit den Schulämtern angeboten.
www.iqsh.de

Auch der Beratungslehrerverband Schleswig-Holstein und die AKJS (Aktion Kinder- und Jugendschutz Schleswig-Holstein e.V.) zusammen mit dem Kinder- und Jugendschutz Neumünster, Bad Segeberg und Bad Oldesloe bieten Konflikt-KULTUR an.
Zürich
Das Schul- und Sportdepartement der Stadt Zürich in Kooperation mit der Fachstelle für Gewaltprävention und der Kreisschulpflege Limmattal und Letzi unterstützen seit Jahren unsere Arbeit an Züricher Schulen.
 

Presse
Presseartikel zu Konflikt-KULTUR
Anerkennung ist Schlüssel zum Erfolg
PaC-Seminar: Der Erziehungsexperte Thomas Grüner eröffnet Lehrern neue Sichtweisen für den Umgang
(Uetze, 24. Mai 2012)
PDF laden: presseartikel-uetze.pdf
Zusammen leben muss man lernen
Lehrerfortbildung am Montfort-Gymnasium beschäftigt sich mit Konflikt-Kultur
(SZ 28. November 2012)
PDF laden: presseartikel-gymnasiumtettnang.pdf
Gewaltprävention
Ein Projekt reicht nicht aus
Fachtagung mit Vorträgen und Diskussionen im Prisma
(Ludwigsburger Kreiszeitung 18.07.2012)
PDF laden: presseartikel-fachtagung.pdf
Mit Regeln gegen Mobbing und Störungen
19 Pforzheimer Schulen haben das Gewaltpräventions­programm "Konflikt-Kultur" eingeführt
(Pforzheim, Ausgabe Nr. 27)
PDF laden: presseartikel-pforzheim1.pdf
Anti-Gewalt-Projekt im Aufbau
Pforzheimer Schulen profitieren vom Programm "Konflikt-Kultur"
(Pforzheim, 2. Februar 2012)
PDF laden: presseartikel-pforzheim2.pdf
 

Irreführende Aussagen
NDR Panorama 3
Unterlassungsklage
Am 10.01.2014 ist es uns gelungen, beim Landgericht Hamburg eine abschließende rechtsverbindliche Verfügung auf Unterlassung gegen den NDR zu erwirken. Dieser hatte in einer Sendung des Formats Panorama 3 „Schule: Aus Angst nicht zur Toilette“ über unsere pädagogische Arbeit und das Buch „Bei Stopp ist Schluss!“ der Autoren Thomas Grüner und Franz Hilt nachweislich irreführende Aussagen verbreitet.
Hier finden Sie unsere Stellungnahme dazu:
pdf/Konflikt-KULTUR Stellungnahme Panorama 3.pdf
Hier finden Sie die Antwort des niedersächsischen Kultusministeriums auf eine kleine Anfrage an den niedersächsischen Landtag:
pdf/Antwort auf kleine Anfrage 17-1424 an den niedersächsischen Landtag.pdf
Weitere Infos finden Sie unter
www.konflikt-kultur.de/medien.html
 

Irreführende Aussagen
NDR Panorama 3
Unterlassungsklage
Am 10.01.2014 ist es uns gelungen, beim Landgericht Hamburg eine abschließende rechtsverbindliche Verfügung auf Unterlassung gegen den NDR zu erwirken. Dieser hatte in einer Sendung des Formats Panorama 3 „Schule: Aus Angst nicht zur Toilette“ über unsere pädagogische Arbeit und das Buch „Bei Stopp ist Schluss!“ der Autoren Thomas Grüner und Franz Hilt nachweislich irreführende Aussagen verbreitet.
Hier finden Sie unsere Stellungnahme dazu:
pdf/Konflikt-KULTUR Stellungnahme Panorama 3.pdf
Hier finden Sie die Antwort des niedersächsischen Kultusministeriums auf eine kleine Anfrage an den niedersächsischen Landtag:
pdf/Antwort auf kleine Anfrage 17-1424 an den niedersächsischen Landtag.pdf
Weitere Infos finden Sie unter
www.konflikt-kultur.de/medien.html
 

Hintergrund
Wissenschaftlicher Hintergrund
Resilienzforschung
Kinder und Jugendliche sind heute vielfachen Unsicherheiten, Belastungen und schwierigen Lebensbedingungen ausgesetzt. Umso wichtiger ist es, ihre Resilienz – also ihre Widerstandsfähigkeit gegenüber diesen Gefährdungen – zu stärken. Umweltbezogene Schutzfaktoren sind:
ein autoritativer Erziehungsstil, der durch Wertschätzung und Akzeptanz dem Kind gegenüber sowie durch ein unterstützendes und strukturierendes Erziehungsverhalten gekennzeichnet ist,
eine stabile, emotional-positive Beziehung zu mindestens einer Bezugsperson, aufgrund derer das Kind ein sicheres Bindungsmuster entwickeln kann, sowie positive Peer-Kontakte und Freundschaftsbeziehungen,
positive Rollenmodelle, d.h. Vorbilder für aktives, konstruktives Problemlösen und prosoziale Handlungsweisen.
Neben den schützende Bedingungen in der Lebensumwelt tragen auch personale Ressourcen zur Entwicklung von Resilienz bei:
die Fähigkeit zur Selbstregulation,
eine hohe Sozialkompetenz (Kontaktfähigkeit, Empathie, soziale Perspektivenübernahme)
Problemlösefähigkeiten.
(Siehe:
www.ifp.bayern.de/veroeffentlichungen/infodienst/wustmann-resilienz.html
Fröhlich-Gildhoff, K. & Rönnau-Böse, M. (2011). Resilienz. Stuttgart: UTB.)
Exakt diese Schutzfaktoren werden durch das Präventions- und Fortbildungsprogramm Konflikt-KULTUR gefördert und aufgebaut, wie die nachfolgenden Abschnitte zeigen:
Autoritativer Erziehungsstil
Konflikt-KULTUR vertritt die Prinzipien des autoritativen Erzieh­ungs­stils. Wärme, Anteilnahme und Wertschätzung sind gepaart mit klaren Grenzen und Verantwortlichkeit. Die entwicklungsförderliche Wirkung dieses Erziehungsstils ist vielfach belegt. Autoritativ erzogene Kinder verfügen über das höchste Maß an geistigen und sozialen Kompetenzen und zeichnen sich durch das geringste Problemverhalten aus. Wenn diese Kinder ins Jugendalter kommen, haben sie ein hohes Selbstwertgefühl und eine hohe Selbst­wirksamkeits­erwartung, verhalten sich verantwortungsbewusst, sind selbständig, kreativ und wissbegierig, sind hilfsbereit und zeigen die besten Schulleistungen.
Fuhrer, U. (2006). Erziehungskompetenz. Bern: Huber
Himmelseher, S. (2009). Warum ist der autoritative Erziehungsstil erfolgreicher als andere? München: GRIN
Honkanen-Schoberth, P. (2012). Starke Kinder brauchen starke Eltern: Der Elternkurs des Deutschen Kinderschutzbundes. Freiburg: Kreuz
Juul, J. (2012). Ein Apfel für den Lehrer. München: Voelchert
Bedürfnisorientierung
Verstehen, was Kinder und Jugendliche brauchen, was sie wollen und sich wünschen, was sie antreibt und motiviert, wofür sie leben und kämpfen und ihre Bedürfnisse zu kennen, sind wesentliche Voraussetzungen für eine wertschätzende Haltung im Rahmen des autoritativen Erziehungsstils. Konflikt-KULTUR orientiert sich hier am Modell von Klaus Grawe:
Grawe, Klaus (2000): Menschliche Grundbedürfnisse als oberste Sollwerte der psychischen Aktivität. In K. Grawe, Psychologische Therapie (S. 383-452). Göttingen: Hogrefe.
Die Erkenntnisse von K. Grawe wurden im Rahmen von Konflikt-KULTUR zum Modell der bedürfnisorientierten Erziehung erweitert, nachzulesen in:
Grüner, T. (2010). Die kleine Elternschule. Was Kinder stark und glücklich macht. Freiburg: Herder.
Bindung und Motivation
Konflikt-KULTUR bietet Kindern und Jugendlichen einen Be­ziehungs­raum an, in dem Bindungen zu Erwachsenen und der Peer-Group entstehen können, die unter anderem positive Auswirkungen auf das Sozialverhalten und auf die Lernmotivation haben. Wir arbeiten mit hochwirksamen Motivationssystemen, die auf Erkenntnissen aus der Bindungs-, Lern- und Gehirnforschung beruhen. Ziel ist eine verlässliche Anerkennungskultur, die nicht auf die Angst vor Strafen setzt, sondern vielmehr über die Vorfreude auf Zuwendung, Wertschätzung, Bestätigung und Anerkennung zu sozialem und regelkonformem Verhalten motiviert.
Bauer, J. (2006). Lob der Schule. Hamburg: Hoffmann und Campe.
Hüther, G. (2010). Bedienungsanleitung für ein menschliches Gehirn. Göttingen: Vandenhoeck & Ruprecht
Roth, G. (2011). Bildung braucht Persönlichkeit. Stuttgart: Klett-Cotta.
Positive Rollenmodelle
Trainer für Konflikt-KULTUR wirken durch ihr Vorbild. In der Klassenführung, im Sozialtraining, in der Mediation und im Tat-Ausgleich sind sie Modell für Wertschätzung, Kontaktfähigkeit, Selbstregulation, Empathie und Gewaltfreiheit. Ausgebildete Schüler-Mediatoren sind positive Rollenmodelle für andere Kinder und Jugendliche.
Bauer, J. (2006). Lob der Schule. Hamburg: Hoffmann und Campe.
Selbstregulation
Die Methoden von Konflikt-KULTUR zielen darauf ab die Fähigkeit zum Bedürfnisaufschub, zur Frustrationstoleranz, Selbstkontrolle, Selbstdisziplin, Selbstbeherrschung und Impulskontrolle zu ent­wickeln. Das Erlernen dieser Fähigkeiten macht nicht immer nur Spaß, sondern bringt Kinder- und Jugendliche auch an ihre Grenzen und mutet ihnen etwas zu. Hier hebt sich Konflikt-KULTUR von der weitverbreiteten Wohlfühlpädagogik ab, denn ganz bewusst Verzicht zu üben, konfrontiert die gesellschaftlichen Prämissen der Spaßkultur. Gleichzeitig zeigen wissenschaftliche Untersuchungen – beginnend mit Walter Mischels Marshmallow-Test – eindrücklich, dass Kinder mit einem hohen Grad an Selbstkontrolle in der Schule bessere Noten haben, bei Konzentrationstests besser abschneiden, eine höhere soziale Kompetenz besitzen und Stress besser be­wäl­tigen können. Später sind sie gesünder und im Beruf und ihren Beziehungen erfolgreicher. Selbstkontrolle determiniert den Schul- und Studienerfolg weit stärker als der Intelligenzquotient. Malte Friese und Claude Messner vom Institut für Psychologie der Uni Basel umschreiben es so: „Vereinfacht gesagt zeigt Intelligenz in einem gewissen Maße das Potenzial einer Person an, während Selbstkontrolle eine Abschätzung erlaubt, wie gut eine Person das eigene Potenzial nutzt, um erfolgreich zu sein.“
Spitzer, M. (2011). Selbstkontrolle. Müllheim: Auditorium Netzwerk
Ernst, H. (2010). Wenn Aufschieben zur Tugend wird. Psychologie Heute, Januar.
Duckworth, A. L. (2011). The significance of self-control. Proceedings of the National Academy of Sciences, 108(7), 2639-40. (PDF)
www.wissenschaft.de/wissenschaft/news/drucken/312797.html
lexikon.stangl.eu/3697/marshmallow-test
www.de.wikipedia.org/wiki/Delay_of_gratification
Empathie
Im Alter zwischen vier und fünf Jahren entwickeln Kinder die Fähig­keit zur Perspektiven­übernahme (Theory of Mind). Sie beginnen, sich in andere hineinzuversetzen. Sie lernen die Gedanken, Gefühle, Absichten und Bedürfnisse anderer zu verstehen und können Hand­lungs­folgen abschätzen. Dies sind die Grundvoraussetzungen für Empathie, Einfühlungs­vermögen und Mitgefühl und damit der Kern dessen, was Menschlichkeit ausmacht. Mitgefühl ermöglicht soziales Verhalten und wirkt gewalthemmend.
Mit der Fähigkeit zur Perspektiven­übernahme ist auch die Fähigkeit zur Selbstreflektion und zu vorausschauendem Denken und Handeln verbunden. Damit besitzen Kinder die Voraussetzung für die oben genannte Selbstregulation. Gleichzeitig können Kinder nun ein stabiles Bild von sich selbst entwickeln und es in die Zukunft projizieren. Sie entwickeln eine feste Identität. Die Perspek­tiven­übernahme der Kinder zu fördern, zählt deshalb zu den wichtigsten Erziehungsaufgaben. Konflikt-KULTUR trainiert diese Fähigkeit vierfach:
1.
In allen Bausteinen von Konflikt-KULTUR werden spezielle Techniken zur Förderung der Perspektivenübernahme vermittelt.
2.
Wir anerkennen und reflektieren die Folgen prosozialen Verhaltens und wir konfrontieren Kinder und Jugendliche wert­schätzend mit den Folgen unsozialen Verhaltens. Dazu zählt auch, dass unsoziales Verhalten Konsequenzen für das Kind hat und wir persönliche Wiedergutmachungen für Gewaltfolgen einfordern. Das Empathietraining im Rahmen von Konflikt-KULTUR lässt Kinder und Jugendliche die Folgen ihres Verhaltens im positiven wie negativen Sinn erleben. Dieses Erleben löst Emotionen wie Freude, aber auch Betroffenheit und Er­schüt­terung aus, die Grundbedingung für nachhaltiges Lernen sind. Mit dieser Verantwortungspädagogik stehen wir im Widerspruch zur gängigen Verständnispädagogik, die die Gründe für unsoziales Verhalten dazu benutzt, dieses zu entschuldigen und sich davor scheut, Kinder und Jugendliche die Konsequenzen ihres Verhaltens tragen zu lassen.
3.
Der Prozess des Mitfühlens kann aber auch blockiert werden. Kinder und Jugendliche schützen sich (genauso wie Erwachsene) vor der Verantwortungsübernahme durch Ausreden, Rechtfertigungen, Neutralisierungstechniken und Schutzbehauptungen. Wir trainieren die Fortbildungs­teil­nehmer/-innen darin, diese Strategien zu erkennen und sie wertschätzend und konstruktiv aufzulösen.
4.
Wir passen das Empathietraining an die Entwicklungsphasen des Kindes an. Im Alter zwischen ca. 6 und 12 Jahren verfügen Kinder beispielsweise über die Fähigkeit zur Relevanz­sup­pression. Dies bedeutet u.a. eine gewisse emotionale Immunität, die es dem Kind ermöglicht, die Wertvorstellungen Erwachsener ohne Schuldgefühle und schlechtes Gewissen zu missachten und Mitgefühl zu unterdrücken, was eine erhebliche Herausforderung für die Werteerziehung darstellt.
Bischof, N. (1999). Das Kraftfeld der Mythen. München: Piper.
Bischof-Köhler, D. (2000). Kinder auf Zeitreise. Theory of Mind, Zeitverständnis und Handlungsorganisation. Bern: Hans Huber.
Standop, J. (2005). Werte-Erziehung. Weinheim: Beltz.
Edelstein, W., Oser, F. & Schuster, P. (Hrsg.). (2001). Moralische Erziehung in der Schule. Weinheim: Beltz.
Problemlösefähigkeiten
Im Unterricht, im Sozialtraining, in der Mediation und im Tat-Ausgleich trainieren wir mit Kindern und Jugendlichen eine Vielzahl aktiver Konfliktlösekompetenzen.
Klassenführung
Alle oben genannten Ziele, Prinzipien und Methoden fließen auch in unseren Ansatz zur Klassenführung ein, der schwerpunktmäßig im Fortbildungsbaustein GUT ARBEITEN zum Tragen kommt und dort mit speziellen Inhalten ergänzt wird.
Haag, L. & Streber, D. (2012). Klassenführung. Weinheim: Beltz.
Hattie, J. (2013). Lernen sichtbar machen. Hohengehren: Schneider
Helmke, A. (2010). Unterrichtsqualität und Lehrerprofessionalität. Diagnose, Evaluation und Verbesserung des Unterrichts. Seelze: Klett-Kallmeyer.
Hoegg, G. (2012). Gute Lehrer müssen führen. Weinheim: Beltz.
Jensen, E. & Jensen, H. (2011). DIALOG mit Eltern. München: Voelchert.
Reichenbach, R. (2011). Pädagogische Autorität. Stuttgart: Kohlhammer
Gewaltprävention
Zur Gewaltprävention, der Verbesserung des sozialen Klimas in Schulen sowie für die Gestaltung eines störungsfreieren Unterrichts werden Mehr-Ebenen-Programme nach den Prinzipien von Dan Olweus (2002) empfohlen. Diese Programme wurden in mehreren Ländern überprüft, und es konnte eine gewalt- und aggres­sions­redu­zierende Wirkung gemessen werden. Aus diesem Grund gibt die Landesregierung in Baden-Württemberg mit der Initiative „stark.stärker.WIR.“ allen baden-württembergischen Schulen den Auftrag, in den kommenden Jahren ein solches Präventions­programm umzusetzen. Dabei setzen effektive Maßnahmen auf den Ebenen der Schulleitung, der Ebene der Klassen bzw. des Unterrichts sowie der einzelnen Schüler/-innen an. Konflikt-KULTUR bietet Kon-zepte zu allen Ebenen an und begleitet Schulen aus diesem Grund langfristig.
Zentral für Präventionsprogramme ist, dass eine schulische Umgebung geschaffen wird, die auf der einen Seite von Wertschätzung gekennzeichnet ist, auf der anderen Seite aber verlässliche Grenzen gegen unerwünschte und inakzeptable Verhaltensweisen setzt (vgl. Bannenberg 2010; Olweus 2002). Dabei sollen Lehrkräfte bzw. Multiplikatoren als positive Autorität (Omer/Schlippe 2010) handeln, also positives Verhalten anerkennen, Regelverletzungen konsequent benennen und entsprechende Konflikte gewaltfrei austragen. An diesen Prinzipien orientiert sich Konflikt-KULTUR durch die Festlegung eindeutiger Regeln zu Unterrichtsstörungen, die Schaffung von Anerkennungssystemen für Schüler/-innen, welche diese Regeln einhalten, und den Einsatz von Konsequenzen, die dem Prinzip ‚Hilfe vor Strafe‘ folgen. Dies bedeutet, dass mit dem betroffenen Kind oder Jugendlichen und gegebenenfalls auch unter Beteiligung der Erziehungsberechtigten geschaut wird, wie er oder sie es zukünftig schaffen kann, sich an die Regeln des Klassenverbandes zu halten.
In der Literatur wird darauf hingewiesen, dass gerade klar festgeschriebene Regeln auf Klassenebene, auf deren Einhaltung verbindlich geachtet wird, zu einer Verbesserung des Sozialklimas beitragen. Zudem ist ein gutes Sozialklima sowie eine Kultur, in der gute Leistung anerkannt wird, eine Voraussetzung dafür, dass Schüler/-innen gut lernen können. Somit können Schulen ihren Bildungsauftrag effektiver ausführen, wenn sie den Erziehungsauftrag vermehrt in den Vordergrund stellen (vgl. Bauer 2011; Hanke 2007).
Mehr-Ebenen-Programme wirken präventiv für Lehrkräfte in Bezug auf Burn-Out-Prophylaxe, weil zum einen vermehrte Strukturen für Kooperationen und Absprachen generiert werden und weil zum anderen „Aggressivität im Klassenzimmer – vor allem Beleidigungen und Bedrohungen – der am stärksten auf die Lehrergesundheit durchschlagende Einzelfaktor ist“ (Bauer 2011:24).
Literatur
Altenburg-van Dieken, M./Rademacher, H. (Hg.) (2011): Konzepte zur Gewaltprävention in Schulen. Prävention und Intervention. Berlin: Cornelsen.
Balser, Hartmut et al. (2009/Hg.): Gewaltfreie Schule. Praxisbausteine der Gewaltprävention für eine handlungsorientierte Schulentwicklung. Köln: Wolters Kluwer.
Bannenberg, Britta (2010): Herausforderung Gewalt. Von körperlichen Angriffen bis Cybermobbing: Erkennen – Vorbeugen – Intervenieren. Eine Handreichung für Lehrkräfte und andere pädagogische Fachkräfte. Hg.: Programm Polizeiliche Kriminalprävention der Länder und des Bundes.
Bauer, Joachim (2011): Gefährdeter Schulfrieden. Gewaltprävention: Aggressivität und Gewalt ist ein weitverbreitetes schulisches Problem. In: bildung und wissenschaft b&w. Zeitschrift der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft Baden-Württemberg. 10/2011. S. 24f.
Hanke, Ottmar (2007): Strategien der Gewaltprävention an Schulen. In: Arbeitsstelle Kinder –und Jugendkriminalitäts­prävention (Hg.): Strategien der Gewaltprävention im Kinder- und Jugendalter. Eine Zwischenbilanz in sechs Handlungsfeldern. München: DJI. S. 104-130.
Jannan, Mustafa (2008): Das Anti-Mobbing-Buch. Gewalt an der Schule – vorbeugen, erkennen, handeln. Weinheim und Basel: Beltz Verlag.
Melzer, Wolfgang/Schubarth, Wilfried/Ehinger, Frank (2012): Gewaltprävention und Schulentwicklung. 2., überarbeitete Auflage. Bad Heilbrunn: Julius Klinkhardt Verlag.
Olweus, Dan (2002): Gewalt in der Schule. Was Lehrer und Eltern wissen sollten – und tun können. 3., korrigierte Auflage. Bern u.a.: Verlag Hans Huber.
Omer, Haim/ von Schlippe, Arist (2010): Stärke statt Macht. Neue Autorität in Familie, Schule und Gemeinde. Göttingen: Vandenhoeck & Ruprecht.
Weitere Hinweise zu wissenschaftlicher Literatur, auf die sich das Programm stützt, finden sich unter: www.konflikt-kultur.de/fachliteratur.html?start=3
Beschreibung des wissenschaftlichen Hintergrundes
PDF laden: konfliktkultur-hintergrund.pdf
 

Evaluation
Standards und Erfolgskriterien
Konflikt-KULTUR erfüllt die wichtigsten Standards und Erfolgskriterien erfolgreicher und nachhaltig wirksamer Maßnahmen (vgl. www.ajs-bw.de/00000101.html#a578):
1.
Soziales Lernen: Konflikt-KULTUR ist ein umfassendes Fortbildungsprogramm, das auf die Klarstellung und Einhaltung von Regeln und Normen gerichtet ist und die Fähigkeit der Selbstkontrolle, des Stressmanagements, der Eigenverantwortung, der sozialen Konflikt- und Problemlösung und der Kommunikation fördert. Es erfüllt damit alle Kriterien, die laut Düsseldorfer Gutachten (www.duesseldorf.de/download/dg.pdf) erfolgreiche Präventionsmaßnahmen an Schulen auszeichnen.
2.
Lebensbezug: Soziales Lernen ist am effektivsten, wenn die entsprechenden Kompetenzen im Umgang mit den realen Konflikten des Alltags und den damit verbundenen Emotionen trainiert werden. Dies hat nicht nur den Vorteil, dass die Kinder und Jugendlichen dieses Praxiswissen direkt umsetzen können. Auch der Alltag wird von diesen Konflikten spürbar entlastet.
3.
Frühzeitigkeit: Durch frühzeitige Interventionen werden die wichtigsten Hemmfaktoren für Gewalt, nämlich Einfühlungsvermögen und Impulskontrolle gefördert und die Entwicklung destruktiver Verhaltensmuster verhindert.
4.
Methodenvielfalt: Mit den Fortbildungsbausteinen GUT ARBEITEN, ZUSAMMEN LEBEN, Systemische Mobbingprävention und -intervention, Mediation und Tat-Ausgleich, stehen unterschiedliche Methoden für unterschiedliche Arten von Konflikten und Gewalt zur Verfügung. Dies ermöglicht einen differenzierten und zielgenauen Ansatz.
5.
Flexibilität: Die einzelnen Fortbildungsbausteine und Methoden werden partizipativ den Bedingungen, Bedürfnissen und Besonderheiten der einzelnen Schulen oder Einrichtungen angepasst.
6.
Schulentwicklung: Die einzelnen Methoden beinhalten neben der individuellen Ebene der Konfliktbeteiligten auch die Schul- und Klassenebene. Konflikt-KULTUR ist damit ein Mehr-Ebenen-Programm, das auf das System Schule zielt. Alle am Schulleben Beteiligten sind in die Maßnahmen einbezogen: Lehrer, Schulsozialarbeiter, Schüler, Eltern usw. Damit erfüllt Konflikt-KULTUR auch die Kriterien, die Dan Olweus für ein wirksames Anti-Bullying-Programm aufstellt.
7.
Kontinuität: Alle Methoden werden dauerhaft und über alle Altersstufen hinweg angewandt. Kontinuierlich stattfindende Teamsitzungen und Praxisbegleitung sorgen dafür, dass die entsprechenden Methoden nachhaltig im Alltag und in der Struktur einer Einrichtung verankert und zum integralen Bestandteil des jeweiligen pädagogischen Konzepts bzw. Schulprofils werden.
Konflikt-KULTUR wird fortlaufend evaluiert:
Konflikt-KULTUR wurde und wird von unabhängiger Stelle wissenschaftlich evaluiert. Hierbei waren bzw. sind das Psychologische Institut der Universität Freiburg, das Zentrum für Kinder- und Jugendpsychiatrie der Universität Zürich, die Fakultät für Sonderpädagogik der Pädagogischen Hochschule Ludwigsburg in Verbindung mit der Universität Tübingen mit Sitz in Reutlingen, die Saxion Hogescholen in Enschede und das Zentrum für Kinder- und Jugendforschung im Forschungs- und Innovationsverbund der Evangelischen Hochschule Freiburg beteiligt. Aktuell wird Konflikt-KULTUR von der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster (Prof. Dr. Böttcher) evaluiert.
Stehr, E. Fröhlich-Gildhoff, K. (2011). Evaluation des Modellprojekts Soziale Ganztagsschule – Schulentwicklung und soziale Kompetenz. In AGJ-Fachverband für Prävention und Rehabilitation (Hrsg.), In der Schule zu Hause? Chancen einer sozialen Ganztagsschule. Tipps, Konzepte, Erfahrungen (S. 98-122). Freiburg: AGJ. www.agj-freiburg.de/images/stories/download/SGS/abschlussbericht_evaluation_soz.gts.pdf
Diese Studie zeigt unter anderem, dass durch den Fortbildungsbaustein GUT ARBEITEN eine statistisch signifikante Verbesserung der Unterrichtsqualität erreicht wird und die Fortbildungsmodule insgesamt als sehr positiv beurteilt werden – auch von Eltern. Es wird eine verbesserte Kommunikation zwischen Lehrkräften und Schülern und insbesondere eine gestiegene Motivation bei leistungsschwachen Schülern festgestellt.
Pottmeier, M., Lücke, V. & Sohrt, P. (2008). Evaluationsstudie Präventionsprojekt „Bei STOPP ist Schluss“. Unveröffentlichte Diplomarbeit, Saxion Hogescholen in Enschede.
Diese Studie evaluiert die Effekte des Fortbildungsbausteins GUT ARBEITEN an einer Realschule in Mettingen. Die Wirksamkeit der Methoden wird von Lehrern, Schülern und Eltern grundlegend positiv beurteilt. Insbesondere zeigt diese Studie, dass das Anerkennungssystem zu einer dauerhaft erhöhten Motivation führt Regeln einzuhalten und damit die Zahl der Regelverstöße sinkt. Beispielsweise sind die Arbeitsmaterialien vollständiger vorhanden und die Hausaufgaben werden sorgfältiger erledigt. Mit Hilfe eines db-Messgeräts (PCE-318) wird bewiesen, dass die Ruheregel einen signifikant positiven Einfluss auf die Lautstärke und das Arbeitsverhalten der Klasse hat, mit dem Nebeneffekt, dass die Schüler seltener über nachmittägliche Kopfschmerzen berichten. Insbesondere bei „schwierigen“ Schülern kann eine positive Entwicklung festgestellt werden.
Leberl, N. (2006). Aggressives und gewalttätiges Verhalten von Kindern und Jugendlichen an Sonderschulen. Möglichkeiten der Prä- und Intervention. Unveröffentlichte wissenschaftliche Hausarbeit, Fakultät für Sonderpädagogik der Pädagogischen Hochschule Ludwigsburg in Verbindung mit der Universität Tübingen mit Sitz in Reutlingen.
Diese Studie evaluiert die Effekte der Fortbildungsbausteine GUT ARBEITEN und ZUSAMMEN LEBEN an einer Freiburger Grundschule und an einer Freiburger Förderschule. Beide Schulen sind sogenannte Brennpunktschulen. Diese Studie zeigt, dass sich unabhängig vom Schultyp durch GUT ARBEITEN das Arbeitsklima und die Arbeitsvoraussetzungen wie Pünktlichkeit und Vollständigkeit des Arbeitsmaterials verbessern, die Motivation der Schüler sich an Regeln zu halten steigt, die Ruheregel für einen störungsfreien Unterricht sorgt, die Sicherheit im Umgang mit Unterrichtsstörungen und die Arbeitszufriedenheit steigt. Durch die Einführung in allen Klassen sehen die Lehrkräfte Vorteile darin nicht mehr so viel reden, erklären und diskutieren zu müssen und dass Entscheidungen erleichtert werden. Bei ZUSAMMEN LEBEN wird ein allgemein friedlicheres und achtsameres Miteinander festgestellt und dass die Schüler eine Möglichkeit bekommen Probleme aufzuarbeiten und zu reflektieren. Insbesondere zeigt sich, dass durch die Kommunikationsregeln der respektvolle Umgang der Schüler untereinander zugenommen hat, dass die Schüler „Handwerkszeug“ zum Lösen von Konflikten bekommen und damit gelernt haben besser mit Konflikten umzugehen und sich beispielsweise nun besser d.h. gewaltfrei wehren können, dass die Gewalthäufigkeit und der Schweregrad der Gewalt gesunken ist, dass sich die Klassengemeinschaft verbessert hat und soziale Kompetenzen gefördert werden. Durch die Einführung in allen Klassen wird eine allgemeine Verbesserung des Schulklimas berichtet. Insgesamt wird festgestellt, dass Konflikt-KULTUR zu einer positiven Stimmung in den Lehrerkollegien führt, was sich auch in der Gesamtschulnote von 1,9 für das Programm zeigt.
Käppler, C., Grüner, T., Höfler, S. & Hilt, F. (2006). Schule und Konflikt-KULTUR. In H.-C. Steinhausen (Hrsg.), Schule und psychische Störungen (S. 311-328). Stuttgart: Kohl-hammer.
In diesem Artikel werden mehrere empirische Untersuchungen zu Konflikt-KULTUR zusammenfasst.
Grüner, T. & Hilt, F. (2004). Wirksamkeitskriterien in der Praxis – Das Präventionspro-gramm Konflikt-KULTUR. ajs-informationen II. Download des Artikels www.ajs-bw.de/00000101.html#a578
Höfler, S., Grüner, T., Hilt, F. & Käppler, C. (2004). Evaluation in der Gewaltprävention – Herausforderungen für die Praxis. ajs-informationen II. Download des Artikels www.ajs-bw.de/00000101.html#a578
Höfler, S. (2003). Soziales Lernen in der Schule. Eine qualitative Untersuchung zur Konfliktkompetenz durch Mediation und Täter-Opfer-Ausgleich. Unveröffentlichte Diplomarbeit, Psychologisches Institut der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg i. Brsg.
Diese Studie wertet 211 Mediations- und 46 Tat-Ausgleichsprotokolle, die zwischen Januar 1998 und Ende September 2002 an einer Realschule mit 766 Schülern entstanden sind, aus. Aus dieser Evaluation wurden wichtige Erkenntnisse zur Verbesserung der Protokolle, die im Rahmen von Mediation und Tat-Ausgleich ausgefüllt werden, gewonnen.
Glattacker, M., Engel, E.-M., Hilt, F., Grüner, T. & Käppler, Ch. (2002). Ist Gewaltprävention an Schulen wirksam? – Eine erste Bilanz über das Präventionsprogramm „Konflikt-KULTUR“. Psychologie in Erziehung und Unterricht, 49, 132-144.
Diese Studie fasst einige Ergebnisse aus Glattacker, M. & Engel, E.-M. (1999) zusammen.
Reinbold, K.-J. (Hrsg.) (2002). Konflikt-KULTUR. Soziale Kompetenz und Gewaltprävention. Berichte aus der Praxis. Empirische Untersuchungen (S. 181-250). Freiburg: AGJ. Inhalt www.agj-freiburg.de/images/stories/download/inhaltsverzeichnis-reinbold.pdf
Hier werden vier empirische Untersuchungen zu Konflikt-KULTUR vorgestellt. Unter anderem eine Studie mit 565 Schülern zur Frage wie sie sich eine optimale Schule wünschen und eine Studie, die das Präventions- und Partizipationsprojekt „Mitmischen – Schule gestalten“ an einer Freiburger Realschule evaluiert in dessen Rahmen eine großes Wandbild, eine selbstorganisierte Klassenfahrt, die Einrichtung der Lehrer-Schüler-Mediation, ein selbstorganisiertes Schulfest, der Bau einer Sitzlandschaft und die Gründung der Schülerfirma CAT (ComputerAidedTeam) realisiert wurden. Diese Studie zeigt, dass die Beteiligung der Schüler am Schulleben das soziale Klima und die sozialen Kompetenzen der Schüler verbessert und so zu einem gewaltfreien Miteinander beiträgt.
Glattacker, M. & Engel, E.-M. (1999). Gewalt an Schulen - Eine Untersuchung im Rahmen des Präventionskonzepts „Konflikt-KULTUR“. Unveröffentlichte Diplomarbeit, Psychologisches Institut der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg i. Brsg.
In dieser Studie werden 565 Schüler der Klassenstufe 5-9 an einer Realschule in Müllheim nach ihren Erfahrungen mit Drogen, sowie nach ihren Erfahrungen mit Gewalt und ihrer Reaktion darauf befragt. Außerdem beantworten sie die Frage, worin sie die Ursache für Gewalt sehen. Diese Ergebnisse führten unter anderem zu einer Neukonzeption des Evaluationsinstruments „Fragebogen zur Gewalt“. Gleichzeitig wurden die Bausteine Mediation und Tat-Ausgleich ein Jahr nach Einführung evaluiert. Es zeigt sich, dass sich das Schulklima insgesamt verbessert hat, dass 58,3% der Schüler und 63,6% der Schülermediatoren eine Reduzierung der Gewalthäufigkeit wahrnehmen und dass durch die Wiedergutmachungen im Rahmen von Mediation und Tat-Ausgleich Sanktionsmittel wie Schulverwarnung und Unterrichtsausschluss viel seltener eingesetzt werden mussten. 96,7% der Schüler und 91,6% der Lehrer finden es gut, dass es die Möglichkeit zur Streitschlichtung gibt. 75% der Schülermediatoren würden die Ausbildung noch einmal machen und berichten von einer Zunahme ihrer Problemlösekompetenzen. 72,7% der Lehrkräfte sind der Meinung, dass das Programm sie in ihrer pädagogischen Arbeit entlaste. 65% der Schüler, 75% der Schülermediatoren und 66,6% der Lehrer geben dem Programm Konflikt-KULTUR insgesamt die Noten sehr gut und gut und alle Befragten sprechen sich für eine Fortsetzung aus.
 

Referenzen (eine Auswahl)
Konflikt-KULTUR verfügt über gute Referenzen:
Konflikt-KULTUR wird/wurde u.a. von folgenden Stellen unterstützt und gefördert:
Prävention als Chance (PaC) Niedersachsen, Landesinstitut für Pädagogik und Medien Saarland, Ministerium für Schule und Weiterbildung Nordrhein-Westfalen, Fachstelle für Gewaltprävention Düsseldorf, Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion (ADD) Rheinland-Pfalz, Landesstellen für Jugendschutz, Institut für Qualitätsentwicklung an Schulen Schleswig-Holstein, Landesinstitut für Lehrerbildung und Schulentwicklung Hamburg, Ministerium für Arbeit und Sozialordnung, Familie, Frauen und Senioren Baden-Württemberg, Ministerium für Kultus, Jugend und Sport Baden-Württemberg, Schulämter Waldshut, Freiburg und Offenburg, Kreisjugendamt Heidelberg, Städte Singen, Freiberg am Neckar und Pforzheim sowie Kreisschulpflege Letzi in Zürich.
Der Mehr-Ebenen-Ansatz von Konflikt-KULTUR und die hiermit verbundenen Methoden wurde durch Prof. Dr. Britta Bannenberg (Professorin für Kriminologie an der Justus-Liebig-Universität Gießen) in einer öffentlichen Anhörung im Landtag (Juli 2009) zu den Amokläufen in Winnenden und Wendlingen besonders hervorgehoben. Sie empfahl die flächendeckende Umsetzung eines wirksamen Anti-Gewalt-Programms und lobte in diesem Zusammenhang, das Programm Konflikt-KULTUR. In ihrem Buch Erfolgreich gegen Gewalt in Kindergärten und Schulen (2006), wird Konflikt-KULTUR als Modellprogramm ausführlich vorgestellt. Ebenso in der Broschüre Herausforderung Gewalt (2010) des Programms Polizeiliche Kriminalprävention der Länder und des Bundes mit einem Vorwort der Bundesministerin für Bildung und Forschung Frau Prof. Dr. Annette Schavan. In der Monatsschrift für Kriminologie und Strafrechtsreform 1/04 bescheinigt Prof. Dr. Dieter Rössner (Professor für Strafrecht und Kriminologie an der Philipps-Universität Marburg) dem Programm in einer Rezension, Standards für die soziale Präventionsarbeit zu setzen: www.agj-freiburg.de/images/stories/download/rezension-reinbold.pdf
Die ehemalige Ministerin für Kultus, Jugend und Sport Baden-Württemberg, Frau Prof. Dr. Annette Schavan, würdigte das Programm bereits 1999 als zukunftsweisend und förderte es finanziell. Am 03.02.10 schreibt sie als Bundesministerin für Bildung und Forschung in einem Brief an Peter Weiß (MdB): „Die Prävention von Gewalt an Schulen und der soziale Umgang miteinander ist mir ein sehr großes Anliegen. Das Projekt 'Konflikt-KULTUR' leistet hier einen wichtigen Beitrag, zumal es aufgrund der intensiven Zusammenarbeit von Projektverantwortlichen und Schulen verspricht, nachhaltig erfolgreich zu sein.“
Die Baden-Württembergische Ministerin für Kultus, Jugend und Sport, Gabriele Warminski-Leitheußer und die Baden-Württembergische Ministerin für Arbeit und Sozialordnung, Familie, Frauen und Senioren, Katrin Altpeter, schreiben das Vorwort für das 2011 im AGJ-Verlag herausgegebene Buch „In der Schule zu Hause? Chancen einer sozialen Ganztagesschule.“ Ein Schwerpunkt dieses Buches bildet die Integration der Programmbau-steine des Fortbildungs- und Präventionsprogramms Konflikt-KULTUR in den Ganztagsbetrieb von Schule.
Konflikt-KULTUR wurde in die „Grüne Liste Prävention“ des Landespräventionsrats Niedersachsen mit nachgewiesen effektiven und erfolgversprechenden Programmen aufgenommen:
www.gruene-liste-praevention.de/nano.cms/datenbank/programm/50
In der gemeinsamen Empfehlungsliste des Instituts für Kriminologie der Universität Köln, des Landesjugendamtes Rheinland-Pfalz und der Arbeitsgemeinschaft Kinder- und Jugend-schutz Landesstelle Nordrhein-Westfalen „Was hilft gegen Gewalt – Qualitätsmerkmale für Gewaltprävention“ (2008) wurden in der Kategorie der Präventionsprogramme für alle Schulformen bundesweit lediglich vier Programme als besonders umfassend und nachhaltig eingestuft. Eines der empfohlenen Programme ist Konflikt-KULTUR.
Aufgelistet ist Konflikt-KULTUR auch im Reader Roter Faden Prävention aus der Reihe „Aktiv gegen Gewalt” der Initiative „Netzwerk gegen Gewalt an Schulen” des Ministeriums für Kultus, Jugend und Sport, des Innenministeriums, des Ministerium für Arbeit und Soziales Baden-Württemberg und des Regierungspräsidiums Stuttgart, Abteilung Schule und Bildung.
Konflikt-KULTUR gehört zu den Partnern des Aktionsbündnis Amoklauf Winnenden:
www.stiftung-gegen-gewalt-an-schulen.de/
Weitere Referenzen
Aktion Kinder und Jugendschutz (AKJS)
24105 Kiel
Arbeitsgemeinschaft Kinder- und Jugendschutz (AJS)
Landesstelle NRW e. V.
50676 Köln
Aktion Jugendschutz Baden-Württemberg (ajs),
Stuttgart
Arbeitsgemeinschaft Gesundheit
79081 Freiburg
Bildungswerk
72517 Sigmaringendorf
Bundesarbeitsgemeinschaft Kinder- und Jugendschutz (BAJ), Berlin
Caritasverband für die Erzdiözese Freiburg e.V.
Centrum für angewandte Politikforschung (CAP)
81675 München
DaimlerChrysler AG
76568 Gaggenau
Deutscher Caritasverband,
Freiburg
Deutsches Forum für Kriminalprävention (DFK)
53113 Bonn
Deutsches Jugendinstitut
06110 Halle
DPT - Deutscher Präventionstag GmbH
30169 Hannover
Evangelische Akademie
73087 Bad Boll
Evangelische Hochschule Freiburg,
Fachbereich Soziale Arbeit
Fachstelle für Gewaltprävention
40200 Düsseldorf
Friedrich-Ebert-Stiftung
04109 Leipzig
Gewerkschaft für Erziehung und Wissenschaft
Landesverband Baden-Württemberg,
Stuttgart
Institut für berufliche Bildung
und Weiterbildung e. V. (ibbw)
37073 Göttingen
Institut für Qualitätsentwicklung
an Schulen Schleswig-Holstein (IQSH)
24119 Kronshagen
IN VIA
Katholischer Verband für Mädchen- und Frauensozialarbeit in der Erzdiözese Freiburg
Jugendhilfezentrum St. Anton
79359 Riegel
Katholische Akademie
79104 Freiburg
Katholische Hochschule Freiburg,
IAF - Institut für Angewandte Forschung, Entwicklung und Weiterbildung
Kinderhaus Bernhard von Baden
79104 Freiburg
Kommunalverband für Jugend und Soziales
Baden-Württemberg, Stuttgart
Konrad-Adenauer-Stiftung
79098 Freiburg
Kreisjugendamt
69036 Heidelberg
Kreisschulpflege Letzi
CH - 8048 Zürich
Landesakademie für Fortbildung
und Personalentwicklung an Schulen Comburg
74523 Schwäbisch Hall
Landesakademie für Fortbildung
und Personalentwicklung an Schulen
78166 Donaueschingen
Landesinstitut für Lehrerbildung
und Schulentwicklung
22529 Hamburg
Landesinstitut für Pädagogik und Medien (LPM)
66125 Saarbrücken
Landesstelle Jugendschutz Niedersachsen (LJS)
30175 Hannover
Malteser
79100 Freiburg
Malteser Werke
51103 Köln
Ministerium für Kultus, Jugend und Sport
70029 Stuttgart
Netzwerk Schulsozialarbeit Baden-Württemberg e.V.
Oberschulamt
79098 Freiburg
Polizeifortbildungsinstitut (PFI)
41460 Neuss
Psychologische Beratungsstelle
für Eltern, Kinder und Jugendliche
79539 Lörrach
Sozialdienst Katholischer
Frauen und Männer (SKFM)
40476 Düsseldorf
Sozialministerium Baden-Württemberg
70174 Stuttgart
Staatliches Schulamt
79100 Freiburg
Stadt Freiburg,
Amt für Kinder, Jugend und Familie
Stadt Pforzheim,
Bereich Jugendsozialarbeit an Schulen
Stadt Singen,
Stadtjugendpflege
Stoll-VITA-Stiftung
79761 Waldshut
Universität Konstanz,
Kompetenzzentrum Schlüsselqualifikationen
 

Publikationen
Bücher
Grüner, Th. (Neuausgabe 2010).
Die kleine Elternschule.
Was Kinder
stark und glücklich macht.
Freiburg: Herder-Verlag.
In diesem Buch werden fünf elementare Grundbedürfnisse von Kindern und Jugendlichen beschrieben. Es sind die Bedürfnisse nach Sicherheit, Beziehung, Autonomie, Stimulation und Anerkennung. Es wird gezeigt, welche Konflikte sich aus diesen teils widersprüchlichen Bedürfnissen ergeben und wie es gelingen kann, diese Bedürfnisse in ein dynamisches Gleichgewicht zu bringen.
(als E-Book bei Herder bestellen)
Grüner, Th. & Hilt, F. (akt. 2009)
"Bei STOPP ist Schluss!"
Werte und Regeln vermitteln.
Lichtenau: AOL-Verlag.
Dieses praxisnahe Buch, enthält bewährte Methoden für Lehrerinnen und Lehrer aller Schultypen und Klassenstufen. Es wird beschrieben, wie man Schulklassen souverän führt; Werte, Arbeitshaltungen und Regeln vermittelt; die Lernmotivation steigert; durch Teamarbeit Kraft spart; Burnout verhindert; Soziale Kompetenzen fördert sowie das Gemeinschaftsgefühl und den Zusammenhalt von Schulklassen stärkt.
(bei Amazon bestellen)
AGJ-Fachverband für Prävention
und Rehabilitation (2011).
In der Schule zu Hause?
Chancen einer sozialen Ganztagesschule.
Tipps, Konzepte, Erfahrungen.
Freiburg: AGJ-Verlag.
Dieses Buch mit einem Vorwort der Baden-Württembergischen Ministerin für Kultus, Jugend und Sport, Gabriele Warminski-Leitheußer und der Baden-Württembergischen Ministerin für Arbeit und Sozialordnung, Familie, Frauen und Senioren, Katrin Altpeter, behandelt Themen wie Rhythmisierung, Schulverpflegung, Hausaufgaben, Kooperation und Personal. Es werden Visionen, Grundsätze und Erfahrungen einer Konfliktkultur an Schulen beschrieben. Ein weiterer Schwerpunkt bildet die Integration der Programmbausteine des Fortbildungs- und Präventionsprogramms Konflikt-KULTUR und die Evaluation des Modellprojekts.
Durach, B., Grüner, Thomas
& Napast, N. (2002).
"Das mach ich wieder gut!"
Lichtenau: AOL-Verlag.
Mediation -
Täter-Opfer-Ausgleich -
Regeln lernen.
Soziale Kompetenz und
Gewaltprävention
an Grundschulen.
In diesem Buch werden unsere Arbeitsmethoden vorgestellt. Der Schwerpunkt liegt auf der detaillierten Beschreibung der Methoden Mediation und Täter-Opfer-Ausgleich. Die Methodenbeschreibung gilt für alle Schultypen und Altersstufen.
Die Beispiele kommen aus dem Grundschulbereich.

(bei Amazon bestellen - nur noch antiquarisch erhältlich)

Reinbold, CJ. (Hrsg.) (2002)
Konflikt-KULTUR.
Soziale Kompetenz und Gewaltprävention.
Berichte aus der Praxis.
Freiburg: AGJ-Verlag.
Zehn Einrichtungen von der Grundschule bis zur Realschule und von der Gewerbeschule bis zum Jugendhaus berichten aus unterschiedlichsten Perspektiven von ihren Erfahrungen mit dem "Konflikt-KULTUR"-Programm. Ergänzt werden diese Erfahrungsberichte mit Grundlagenartikeln und Ergebnissen aus drei empirischen Untersuchungen und einer Evaluationsstudie.
(direkt bestellen bei Sigrun.Kelp@agj-freiburg.de)
Fachartikel (Auswahl)
Grüner, T. & Hilt, F. (2011). Systemische Mobbingprävention und Mobbingintervention. In A. Huber (Hrsg.), Anti-Mobbing-Strategien für die Schule. Praxisratgeber zur erfolgreichen und nachhaltigen Intervention (S. 89-106). Köln: Wolters Kluwer.
Schmidt, J. (2011): Konzept Menschlichkeit. Visionen, Grundsätze und Erfahrungen einer Konfliktkultur an Schulen. In AGJ-Fachverband für Prävention und Rehabilitation (Hrsg.), In der Schule zu Hause? Chancen einer sozialen Ganztagsschule. Tipps, Konzepte, Erfahrungen (S. 98-122). Freiburg: AGJ.
Grüner, T. (2010). Olweus in der Praxis. Erfolgsbedingungen von Mehr-Ebenen-Programmen zur Gewaltprävention. In B. Bannenberg & Programm Polizeiliche Kriminalprävention der Länder und des Bundes (Hrsg.), Herausforderung Gewalt. Von körperlicher Aggression bis Cybermobbing: Erkennen – Vorbeugen – Intervenieren. Eine Handreichung für Lehrkräfte und andere pädagogische Fachkräfte (S. 59-91). Stuttgart.
Grüner, T. (2008). Der Täter-Opfer-Ausgleich. In A. Schröder, H. Rademacher & A. Merkle (Hrsg.), Handbuch Konflikt- und Gewaltpädagogik. Verfahren für Schule und Jugendhilfe (S. 121-133). Schwalbach: Wochenschau.
Grüner, T. (2006). Erfolgsbedingungen von Mehr-Ebenen-Programmen zur Gewaltprävention. In B. Bannenberg & D. Rössner (Hrsg.), Erfolgreich gegen Gewalt in Kindergärten und Schulen (S. 81-134). München: Verlag C. H. Beck.
Käppler, C., Grüner, T., Höfler, S. & Hilt, F. (2006). Schule und Konflikt-KULTUR(r). In H.-C. Steinhausen (Hrsg.), Schule und psychische Störungen (S. 311-328). Stuttgart: Kohlhammer.
Grüner, T. (2004). Konflikt-KULTUR(r). Soziale Kompetenz und Prävention. In P. Rieker (Hrsg.), Der frühe Vogel fängt den Wurm!? Soziales Lernen und Prävention von Rechtsextremismus und Fremdenfeindlichkeit in Kindergarten und Grundschule. (S. 26-32). Halle: Deutsches Jugendinstitut.
Grüner, T. (2003). Konflikt-KULTUR(r). Soziale Kompetenz und Prävention. forum kriminalprävention, 1, 18-21.
Grüner, T. & Hilt, F. (2001). Konflikt-KULTUR(r). Ein Programm zur Prävention und Intervention bei Aggression und Gewalt an Schulen. Lehren und Lernen, 6, 3-11.
Hilt, F., Grüner, T., Engel, E.-M. & Glattacker, M. (2000). Mitmischen - Schule gestalten. Ein Partizipationsprojekt. Prävention, 1, 22-26.
Grüner, T. & Hilt, F. (1999). Die Kirche im Dorf lassen. Vorteile, Grenzen und Konsequenzen der Peer-Mediation an Schulen. Pro Jugend, 4, 15-18.
Grüner, T. & Hilt, F. (1998). Prävention durch Schulentwicklung. Grundlagen für die Entwicklung schulischer Präventionskonzepte am Beispiel des Anti-Gewalt-Programms "Konflikt-KULTUR(r)". Jugend und Gesellschaft, 3, 12-16.
 

Institutsleitung


Thomas Grüner
Dipl.-Psychologe, Psychotherapeut (HPG), Supervisor

Ausbilder für Mediation und Täter-Opfer-Ausgleich.

Mehrjährige Tätigkeit im Kinder- und Jugendschutz.

Gründer und Leiter des Instituts für Konflikt-Kultur in Freiburg.

Seit 1997 in der Organisations- und Schulentwicklung tätig.
T. Grüner
Kontakt
Institut für Konflikt-Kultur
Thomas Grüner
Gewerbestr. 9
79258 Hartheim
Tel.: 07633 - 91 99 194
Mobil: 0162 - 27 82 593